Mettmann: Bei Straßenreinigung sparen
VON KATRIN SCHMIDT - zuletzt aktualisiert: 26.04.2007Düsseldorf (RPO). Der Baubetriebshofsleiter Markus Kampe zu Gast beim Bürgerverein Obschwarzbach.
Auf Wunsch der Anwohner kommt die Kehrmaschine nur alle 14 Tage. Die Zukunft des Müllsacks ist ungewiss.265 Mitglieder
1963 hatten sich einige Bauern zu einer Siedlungsgemeinschaft zusammengeschlossen.
Elf Jahre später schlossen sich die mittlerweile 34 Hausbesitzer zu einem Bürgerverein zusammen und nahmen die Ursiedler bei sich auf. Der Verein hat 265 Mitglieder.
Werden die Obschwarzbacher Bürger in Zukunft Geld sparen, indem sie ihre Straßen weniger reinigen lassen? Welche Vorteile hat die Einführung einer grauen Tonne gegenüber dem Restmüllsack? Fragen, die sich rund 100 Mitglieder des Bürgervereins Ob- und Niederschwarzbach in ihrer Jahreshauptversammlung stellten. Markus Kampe, Leiter des Baubetriebshofes in Mettmann: „Wenn 75 Prozent der Hauseigentümer in einer Straße zustimmen, dass die Kehrmaschine nur noch alle 14 Tage kommt, wird die Reduzierung umgesetzt“. Damit sollen vor allem Kosten eingespart werden. Wie viel das genau für den einzelnen Bürger ausmacht, blieb unklar. Fest steht: Es wird eine Reduzierung, nicht aber eine Halbierung der Kosten geben.
In den 70er Jahren hat der Restmüllsack den schweren und unhandlichen Ringeimer abgelöst. Der wiederum könnte längst von seinem leichten Nachfolger aus Plastik ersetzt werden, vor allem da die körperliche Belastung der Mülllader durch das Tragen der Säcke enorm ist: „Pro Tag müssen die Männer 500 Säcke auf eine Ladekante von 1,10 Meter heben“, betonte Kampe. Pro und Contra wurden lebhaft diskutiert. Die Mülltonne muss gereinigt werden, dafür verhindert sie, dass der Müll bei Wind und Wetter durch die Straßen fliegt. Eine Bürgerumfrage soll ein erstes Meinungsbild bringen.
Die geplante Geschwindigkeitserhöhung von 50 auf 70 km/h auf einer Strecke von 500 Meter auf der Meiersberger Landstraße will der Bürgerverein keinesfalls hinnehmen. „Wir bleiben an der Thematik dran“, betonte Vorsitzender Kurt Lessing. Des weiteren bemüht sich der Bürgerverein um die Sanierung der drei Spielplätze, eine Toilette für den Friedhof und die Einhaltung des Tempo-30-Limits. Der Bau einer Aussegnungshalle ist bis auf weiteres verschoben: „Wahrscheinlich werden die Aussegnungen in naher Zukunft in den Kirchen stattfinden“, hofft der 72-jährige Vorsitzende.
Lindenblütenfest
In diesem Jahr sind Ausflüge, Feiern, eine Städtetour und ein Lindenblütenfest geplant. Abschluss des Abends bildete die Vorstandswahl. Die 17 gewählten Beiratsmitglieder werden in einer internen Wahl sechs Vorstandsmitglieder aus ihrem Kreis wählen.
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