Mettmann: Beim Tanzen kennen lernen
VON LUKAS HEIMBACH - zuletzt aktualisiert: 24.06.2008Düsseldorf (RPO). In Mettmann hat sich eine Folklore-Gruppe gegründet, in der deutsche und türkischstämmige Mädchen auftreten. Der Integrationsrat unterstützt die Arbeit der Vereine und der Arbeiterwohlfahrt.
Folklore-Tanz
Folkloretänze werden zu traditionellen Volksfesten oder in traditionellen Gesellschaften getanzt. Sie kommen in allen Kulturen vor. Im Gegensatz zu Standardtänzen sind die Bewegungsabläufe nicht so strikt festgelegt, allerdings sind sie auch nicht formlos.
Der Jugendverein Atatürk Mettmann bietet für Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 18 Jahren eine Folklore-Tanzgruppe im Mettmanner Mehrgenerationenhaus an. Seit etwa zweieinhalb Monaten treffen sich Vertreter des Islamischen Kulturvereins, der Kubamoschee und von Atatürk Mettmann sowie Bürger der Kreisstadt. Die Treffen wurden von Aziz Imrin, Sozialarbeiter bei der Arbeiterwohlfahrt, initiiert. Das Ziel dieser Zusammenarbeit, ist die nachhaltige Integrationsförderung für Menschen mit Migrationshintergrund in Mettmann. Diese Zusammenarbeit soll zu einer übergeordneten Zusammenkunft aller türkischen Vereine in Mettmann führen. Bisher stieß sie durchweg auf positive Resonanz und sei sehr gut von den Vereinen angenommen worden.
40 Kinder nehmen teil
„Alle Vereine unterstützen diese Gruppe, damit langfristig Integration und Zusammenleben der Menschen in Mettmann gefördert werden können“, sagt der Vorsitzende des Jugendvereins Atatürk Mettmann, Seyfettin Özlük. Atatürk Mettmann übernimmt bei diesem Engagement die sportliche Leitung und Organisation, woraus auch die Tanzgruppe unter Leitung von Fatma Erdogan entstand. Bisher nehmen rund 40 Kinder verschiedener Herkunft an der Folklore-Gruppe teil. „Wir möchten die Kinder über den Tanz zusammenbringen und deren Sozialverhalten dadurch stärken“, berichtet die 39-jährige Tanzlehrerin. Unter anderem unterrichtet sie türkische, arabische und auch deutsche Kinder. Fatma Erdogan freut sich gleichzeitig darüber, dass ihre eigenen Kinder nun die Möglichkeit haben, an einem Tanzunterricht teilnehmen zu können. „Wir sind immer bereit, für so eine gute Sache alle Türen zu öffnen“, erklärte der stellvertretende Integrationsratsvorsitzende der Stadt Mettmann, Andreas Scherer, das Engagement. Beim Stadtteilfest in Süd gab’s viel Beifall für die Tänzerinnen.
Die Folklore-Gruppe tanzt jeden Donnerstag von 18 bis 20 Uhr im Mehrgenerationenhaus, am Königshof 17-19.
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