Mettmann: Blumen für die Fahrgäste
VON MANFRED MÜSCHENIG - zuletzt aktualisiert: 11.04.2008Düsseldorf (RPO). Die Regiobahn empfing ihre Kunden gestern in Mettmann mit einem bunten Strauß Frühlingsblumen.
Gleichzeitig warb die Bahn für das Kundencenter. Dort werden nicht nur Fundsachen aufbewahrt.Der Frühling ist gestern eingekehrt bei der Regiobahn – jedenfalls wurden etliche Fahrgäste am Nachmittag bei der Ankunft in der Kreisstadt mit einem frühlingshaften Blumenstrauß begrüßt. Weniger genutzt wurde indes die Gelegenheit, im Regiobahn-Kundencenter direkt im Gespräch mit Geschäftsführer Joachim Korn und Marketingleiter Marcel Winter Lob und Tadel los zu werden.
Vielleicht liegt es daran, dass dieses Kundencenter ein wenig im Abseits liegt. Es befindet sich zwar am Haltepunkt Mettmann Stadtwald, aber doch einige Schritte weiter im früheren Güterabfertigungsgebäude der Bahn, in dem zuletzt vor der Übername durch die Regiobahn viele Jahr ein Raiffeisenmarkt untergebracht war.
Die Beschilderung soll noch verbessert werden, versprach Winter im Gespräch mit der Presse. Natürlich seien im Zeitalter der neuen Medien aber auch Telefon, Fax und Internet zur Kontaktaufnahme mit der Regiobahn möglich und würden häufig genutzt. Das Kundencenter ist gleichzeitig auch Fundbüro der Regiobahn, zahlreiche Schirme, Handschuhe, Schirme und warme Wintermützen haben sich dort angesammelt.
Öffnungszeiten
Wo: Das Regiobahn Kundencenter befindet sich in dem früheren Güterabfertigungsgebäude der Bahn in Mettmann, An der Regiobahn 13.
Geöffnet ist es montags bis freitags von 8.30 bis 12 Uhr sowie montags und donnerstags von 13 bis 18 Uhr und dienstags und mittwochs von 13 bis 16 Uhr. Per Mail ist das Kundencenter unter info@regio-bahn.de zu erreichen.
Die Regiobahn hofft auf mehr Abo-Kunden. Durch ihr VRR-Abo über die Regiobahn könnten die Kunden viel zielgerichteter angesprochen werden als bisher, meint Geschäftsführer Joachim Korn.
Noch 200 Parkplätze mehr
An kalten Wintertagen werden leicht bis zu zehn Paar Handschuhe in den Zügen „vergessen“ berichtet Marcel Winter. Leider würden die verlorenen Sachen, die sechs Monate aufbewahrt werden müssen, häufig gar nicht mehr abgeholt. Nach der Frist werden sie an gemeinnützige Einrichtungen wie das DRK weiter gegeben, eine Versteigerung wie bei anderen Verkehrsbetrieben lohne nicht, meint Joachim Korn.
Hin und wieder werden aber auch wertvollere Sachen im Zug vergessen. So weiß Korn von einer Kundin, die eine Handtasche mit einem hohen Geldbetrag auf den Sitz liegen ließ. Mit Hilfe der Fahrdienstleiter wurde die Tasche schnell gefunden und konnte ihr gleich mit dem Gegenzug wieder zurückgebracht werden.
Korn nutzte das Gespräch mit der Presse, einige Visionen in den Raum zu stellen. Beispielsweise könne er sich vorstellen, die Zahl der Parkplätze im Neandertal durch eine Stahlaufständerung deutlich zu erhöhen. Für die Einrichtung weiterer 100 Parkplätze dort müsse zunächst noch die Schaffung einer Ersatzfläche für Kröten und Zauneidechsen geklärt werden.
Die Befestigung der Schotterparkflächen am Haltepunkt Stadtwald soll hingegen dieses Jahr noch abgeschlossen werden. Dort stehen dann rund 200 Parkplätze zur Verfügung. Auch die Einrichtung von öffentlichen Toiletten an den Haltepunkten Mettmann Stadtwald und Mettmann Zentrum soll zügig erfolgen, versprach Korn. Was weniger in seiner Macht steht, ist die Verlängerung der Regiobahn in Richtung Vohwinkel.
2010 bis Vohwinkel?
Aber auch hier ist er inzwischen zuversichtlich, dass dies noch bis 2010 oder 2011 passiert sein könnte. Das Planfeststellungsverfahren soll dieses Jahr abgeschlossen werden. Inzwischen habe das Land die Verantwortung für das Projekt an den VRR abgegeben, das könne neuen Schwung bringen. Hilfreich seien sicher auch die positiven Bewertungen, die die Regiobahn erhielt, immerhin steht sie im VRR-Qualitätsbericht 2007 für den Schienenverkehr wieder einmal ganz oben.
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