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Wülfrath: Brücken nach Israel bauen

VON R. MAIROSE-GUNDERMANN - zuletzt aktualisiert: 24.04.2010

Düsseldorf (RPO). Oberstufenschüler des Gymnasiums und Jugendliche der Regional Highschool in Be'er Tuvia bewegen sich aufeinander zu. Ende Juni besuchen Jugendliche die Partner.

21 Schüler gehören der Israel-AG an, die sich am symbolischen Brückenbau beteiligt. Awesta Rogh (vorne) aus der Jahrgangsstufe 12 hat eine erste Skizze für ein Logo entworfen.   Foto: RPO
21 Schüler gehören der Israel-AG an, die sich am symbolischen Brückenbau beteiligt. Awesta Rogh (vorne) aus der Jahrgangsstufe 12 hat eine erste Skizze für ein Logo entworfen. Foto: RPO

Oberstufenschüler des Gymnasiums und Schüler der Regional Highschool in Be'er Tuvia, Israel, bauen gemeinsam an einer Brücke, die symbolisch Perspektiven für die Zukunft eröffnet. Bei dem vom Land NRW ausgeschriebenen Wettbewerb, "Building Bridges", für Schulen mit Kontakt zu Israel, hat das Gymnasium als eine von fünf Schulen einen Zuschlag bekommen. Umgesetzt wird das mit 2500 Euro geförderte Projekt im Rahmen des Schüleraustauschs im Juli in Be'er Tuvia sowie im September in Wülfrath. Dann werden die Schülergruppen am jeweils anderen Brückenteil mit malen.

Auf einer Außenwand der neuen israelischen Partnerschule werden am Ende der Brückenhälfte die Umrisse Deutschlands erkennbar sein. Die andere Hälfte – mit Umrissen Israels – wird einen Platz im 1. Stock des Gymnasiums bekommen. Diesen Entwurf hat Awesta Rogh geschaffen.

Info

250 Euro pro Schüler

Zwei Jahre pflegte das Gymnasium eine Partnerschaft mit einer drusischen Schule in Israel.

Mit ihr gab es "vielfältige Probleme", so Gabriele Commandeur. "Mit den Schülern kam man jedoch sehr gut klar."

Über das Internet fand Rex die Regional Highschool, mit Morris Goldstein, Lehrer und Betreuer des Austauschs.

NRW zahlt für den Schüleraustausch pro Schüler 250 Euro. Das Gymnasium ist eine von fünf Schulen, die im Wettbewerb, "Building Bridges" den Zuschlag erhielten.

"Mal sehen, ob wir Begriffe, wie Frieden, Versöhnung einbauen", sagte Lehrerin Gabriele Commandeur, die gemeinsam mit Pfarrer Klaus-Peter Rex den Schüleraustausch leitet. Als Motto-Lied hat die Highschool bereits "Wind of Change", der Band "Scorpions" vorgeschlagen.

Die Vorbereitungen laufen in den beiden Schulen weitgehend getrennt. Rex machte sich bei seiner jüngsten Israel-Reise bereits kundig. "Das Projekt wird dort von der Kunstlehrerin betreut. Die Wand wird in acht bis zehn Teile aufgeteilt, so dass fast alle gleichzeitig arbeiten können."

Beim Vorbereitungstreffen im Gymnasium stellte er den Schülern der Jahrgangsstufe 12 das Reiseprogramm vor. Alle 21 gehören zur Israel AG, die sich intensiv mit Geschichte, Kultur, Lebensgewohnheiten, Sprache Landschaften des Landes beschäftigt. Die Reise findet vom 29. Juni bis 9. Juli statt. Auf dem Programm stehen Be'er Tuvia, zwei Tage Jerusalem, Totes Meer, See Genezareth, Außenübernachtung bei Massada bei Beduinen – mit Fußmarsch zum Sonnenaufgang auf das Bergplateau. "Eine tolle Atmosphäre", schwärmte Rex.

Über Facebook pflegen die Wülfrather bereits Kontakt zu ihren Partnern in Be'er Tuvia und deren Familien. "Die israelischen Schüler sind alle sehr interessiert", berichtete Klaus-Peter Rex. Alle hätten sich zu Deutschland und Israel informiert und entsprechende Kurzreferate vorbereitet. "Das sollten wir umgekehrt auch tun – in englischer Sprache" empfahl er.

Ob die Schüler der Partnerschule die Wülfrather Gymnasiasten ein paar Tage durch Israel begleiten, muss noch geklärt werden. Auf jeden Fall sind sie in der zweiten Septemberhälfte in Wülfrath, mit Abstecher nach Berlin einschließlich Besuch des Bundestages.

Quelle: RP

 
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