Mettmann: Bürgerforum will Masterplan
VON CHRISTOPH ZACHARIAS - zuletzt aktualisiert: 12.03.2009Düsseldorf (RPO). Die Planungen in der Mettmanner Innenstadt sollen unter eine Leitidee gestellt werden.
Außerdem soll Zusammenarbeit zwischen engagierten Bürgern und der Politik verbessert werden."Buchenretter"
Mitglieder des Mettmanner Bürgerforums um Christoph Hütten überlegen, ob und wie sie an die Buche am Königshof erinnern sollen. Eine Buchenscheibe wurde gerettet.
Das nächste Treffen ist am 26. März um 19 Uhr im "Mettmanner Hof".
Das ehrgeizige Projekt des Mettmanner Bürgerforums, die "Overhoffschen Höfe", ist auf einem guten Weg, berichtete der Erste Vorsitzende Dr. Peter Feyen in der jüngsten Versammlung. Das Hinterhof-Ensemble zwischen Johannes-Flintrop-Straße und Poststraße soll in ein Kunst- und Kulturzentrum umgebaut werden, aber in seinem ursprünglichen Bestand erhalten bleiben. "Das NRW-Städtebaus-Ministerium hat signalisiert, dass rund eine bis zwei Millionen Euro aus dem Fördertopf des gemeinnützigen Projektes ,Initiative ergreifen' fließen werden", sagte Dr. Feyen. Auch die ersten sieben Geldgeber für die neue Stiftung Mettmann-Kultur haben sich gemeldet und sind bereit, eine Einlage von je 3000 Euro in die Stiftung einzuzahlen. "Es handelt sich dabei um alteingesessene Mettmanner Bürger", so Feyen.
Stiftungsfest bei "Frankenheim"
Das Mettmanner Bürgerforum will am 18. April beim Brauereiausschank "Frankenheim" die Mettmanner Bevölkerung mit einem Stiftungsfest über das Projekt "Overhoffsche Höfe" informieren und gleichzeitig die Werbetrommel rühren. "Die ersten zehn Spardosen werden aufgestellt, es wird Führungen durch die Overhoffschen Höfe geben und der Haaner Swing Express sorgt für gute Musik", so der Vorsitzende.
Das Bürgerforum hat mittlerweile mit dem Mettmanner Bauverein (MBV) Kontakt aufgenommen, der die alte Fabrik an der Breite Straße restauriert hat. "Der Bauverein und die Nachbarn begrüßen unser Projekt und haben Unterstützung zugesagt", so Feyen. "Grünes Licht besteht für den Plan, den jetzigen Parkplatz mit einem Parkdeck aufzuständern und die Loev zur Poststraße wieder zu öffnen."
Die derzeitige Krise Mettmanns lasse sich nur mit einem Masterplan lösen, sagte Manuel Reig vom Bürgerforum. Eine Kernidee oder Leitlinie, wie etwa "Stadt im Grünen" müsse bei allen Planungen und Entscheidungen mit ins Kalkül gezogen werden. "Das politische Handeln muss grundsätzlich weg von isolierten Einzelfall-Entscheidungen hin zu einer konzeptionellen Planung", sagte 2. Vorsitzender Thomas Dinkelmann. Die Politik müsse zusammen mit engagierten Bürgern diese strategischen Ziele umsetzen. Reig hat "Problemzonen" unter die Lupe genommen: Kö-Karree und die künftige Nutzung der Hertie-Immobilie müssten aufeinander abgestimmt werden, bei der Stadthalle fehle ein tragfähiges Betreiberkonzept. Die Neugestaltung an der Evangelischen Kirche (Gemeindehaus) sei hingegen gut gelöst.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum