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Mettmann: Büssing mit Schnauze

VON GABRIEL KORDS - zuletzt aktualisiert: 12.09.2006

Düsseldorf (RPO). Rheinbahn hatte zum Tag der Offenen Tür in den Betriebshof eingeladen.

Viele Besucher schauten sich die Werkstatt an der Seibelstraße von innen an und fuhren mit alten Bussen.

„Jetzt sieht er viel schöner aus“, sagt Mara (7). Sie hat in ihrem Leben schon allerhand angemalt, aber ein Rheinbahn-Bus gehörte bisher nicht dazu. Gemeinsam mit vielen anderen Kindern hat sie das am Sonntag geändert: Zum 40. Geburtstag des Betriebshofs Mettmann öffnete die Rheinbahn die Anlage an der Seibelstraße für neugierige Besucher. Betriebshofleiter Michael Schwarz nahm den Neuanstrich seines Busses gelassen: „Das sind Fingerfarben. Der kommt heute Abend in die Waschanlage und sieht wieder wie neu aus.“

Wer nicht malen wollte, konnte eine Runde mit einer kleinen Straßenbahn drehen oder im Arbeitskorb des Rheinbahn-Steigers einen Blick aus der Vogelperspektive auf die Kreisstadt werfen. Für geburtstägliche Stimmung sorgte die Rheinbahn selbst mit dem eigenen Orchester aus Düsseldorf und mit der Band „Eden rocks“.

Eigene Werkstatt

Die eigene Werkstatt war nicht nur geöffnet, Werkstattleiter Clemens Grafen hatte auch eine Ausstellung präpariert. Die 70 Busse, die in Mettmann stationiert sind, werden in kurzen Abständen gewartet: Nach jeweils 10 000 Kilometern werden die Fahrzeuge überprüft, alle drei Monate wird eine größere Wartung vorgenommen und jährlich steht eine Hauptuntersuchung mit Abnahme an. Die Rheinbahn-Werkstatt kann nahezu alle Reparaturen selbst erledigen, lediglich Karosserieschäden werden in Düsseldorf-Heerdt entfernt. Getriebe- und Motorenwechsel machen die 14 Werkstattmitarbeiter aber selbst: „Für ein Getriebe brauchen wir aber anderthalb Tage“, sagt Grafen. Die Reinigung der Busse wird täglich vorgenommen. Am Sonntag herrschte allerdings kein Betrieb auf dem Gelände: Alle Fahrzeuge, die gebraucht wurden, waren bereits morgens auf den Seibel-Parkplatz gefahren worden. Besondere Schmuckstücke waren die Oldtimer des traditionsreichen Nahverkehrsunternehmens: Frisch renoviert war das Schmuckstück der Flotte, ein 1929 gebauter Büssing-Bus mit Schnauze. Zusammen mit einem Zwilling in Berlin ist der Bus das einzige noch erhaltene Fahrzeug aus dieser Zeit. Mit etwas moderneren Bussen pendelte die Rheinbahn zwischen Mettmann-Stadtwald und Wülfrath-Mitte. Mit dabei war ein Gelenkbus von 1975. „Mit 133 Exemplaren ist dieser Fahrzeugtyp der bis heute am häufigsten bei der Rheinbahn eingesetzte Bus.“

Quelle: RP

 
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