Mettmann: Chemie-Unfälle und CO heute im Landtag
zuletzt aktualisiert: 09.04.2008 - 09:14Nach den Chemie-Unfällen in Wuppertal und Dormagen muss die CO-Pipeline von Dormagen nach Krefeld-Uerdingen neu diskutiert werden. Dies fordert der Koordinator der Bürgerinitiativen gegen die Pipeline im Kreis Mettmann, Dieter Donner, im Vorfeld der heutigen Sitzung des Umweltausschusses des Düsseldorfer Landtags, bei der über die Unfälle und den Pipeline-Bau gesprochen werden soll.
Enttäuscht zeigt sich Donner darüber, dass die SPD lediglich einen Bericht der Landesregierung anfordere. Vielmehr, so Donner, müssten jetzt CDU, SPD und FDP die Sicherheit der Bevölkerung als vorrangig behandeln.
Als Zeugen für die Auffassung, dass Kohlendioxid wegen seiner besonderen Eigenschaften dort hergestellt werden muss, wo es gebraucht wird, und dass es nicht über große Entfernungen transportiert werden darf, benennt Donner die Bundesregierung. Die habe sich 1999 gegen die Subvention des Aufbaus einer leistungsstärkeren CO-Produktion durch die Firma Linde ausgesprochen.
Donner zitiert: „Mit Schreiben vom 25.Mai 1999 wies Deutschland darauf hin, dass CO wegen seiner besonderen chemischen Merkmale als Gas an dem Ort seines Verbrauchs hergestellt werden müsse.“ Und weiter: „Die Beförderung zu den nächstgelegenen chemischen Produktionsstätten in Bitterfeld oder Buna war wegen der technischen Merkmale von CO unmöglich.“ Donner schließt daran die Frage an: „Was in Ostdeutschland unmöglich war, soll hier in NRW mit Macht durchgesetzt werden?“
Mi 9.April, 13.30 Uhr, Umweltausschuss, Raum E1-D05, Platz des Landtags1, Düsseldorf
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