Mettmann: CO-Pipeline: Aus Worringen lernen
zuletzt aktualisiert: 11.04.2008Düsseldorf (RPO). Erfahrungen aus dem Großbrand in Worringen, bei dem 1200 Feuerwehrleute den Brand eines Tanks mit Acrylnitril bekämpften, werden in das Genehmigungsverfahren der CO-Pipeline der Bayer AG von Dormagen nach Uerdingen eingehen.
Dies versicherte ein Sprecher der Landesregierung am Mittwoch im Umweltausschuss des Landtages. Der Brand in Worringen war vermutlich durch ein Leck in einer Ethylen-Pipeline auf dem Gelände der Firma Ineos ausgelöst worden. Zu den grundsätzlichen technischen Risiken sagte Umweltminister Eckehard Uhlenberg, der an der Sitzung selbst teilnahm: „Wir können nicht ale Risiken ausschließen.“ Dormagen werde allerdings zum Anlass genommen zu lernen.
Kritik äußerte der Sprecher der Grünen, Johannes Remmel, an der Absicht der Landesregierung, nach der Schelte des Oberverwaltungsgerichts Münster den Planfeststellungsbeschluss ohne erneute Bürgerbeteiligung hinter verschlossenen Türen nachzubessern.
Er sprach von „Kumpanei“ der Behörden mit dem Antragsteller Bayer. Die Regierung begründete ihr Verfahren: Das Urteil des OVG betreffe nicht den Kern der Planfeststellung. Der Koordinator der Bürgerinitiativen im Kreis Mettmann, Dieter Donner, warf den Parteien des Landtags vor, sich mit „Lobhudeleien“ (CDU), „Nebensächlichkeiten“ (SPD) und „Durchhalteparolen“ (FDP) aufzuhalten. CDU und FDP würden an der CO-Leitung festhalten, so Donner, obwohl man bei dem Unglück in Worringen gerade nur knapp einer Katastrophe entgangen sei.
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