Erkrath: Dämmung ist das A und O
VON STEPHANIE JOSST - zuletzt aktualisiert: 22.10.2007Düsseldorf (RPO). Der Handwerkermarkt in Erkrath hatte den Schwerpunkt „Energieeinsparung“.
Die Messe fand erstmalig auf Posemarré statt. Es kamen so viele Besucher wie noch nie.Der Handwerkermarkt hat mit seinen Schwerpunkten „gesundes Wohnen und Bauen“ sowie „Energieeffizienz“ einen Nerv der Zeit getroffen. „Wir hatten so viele Besucher wie noch nie“, freute sich Informationstechniker Ottmar Langer, Sprecher des Handwerkerkreis Erkrath. Die 6. Auflage der Handwerker-Messe fand nach früheren Veranstaltungen unter der Markthalle und im Bürgerhaus Hochdahl das erste Mal auf Posemarré statt. Auch mit dem Umzug in die alte Fabrikhalle im Besitz des Unternehmers Hasso von Blücher, hatten der Handwerkerkreis ein goldenes Händchen.
Rauchmelder vorgestellt
Regelmäßiger Anstrich
Eine gute Dämmung darf auch bei der Hausfassade nicht fehlen.
„Im Schnitt ist alle zehn bis 15 Jahre ein Hausanstrich fällig, spätestens dann sollte jeder überlegen, welche Modernisierungsmaßnahmen gleichzeitig möglich sind“, erklärte Malermeister Hubert Martina.
Neben 20 Mitgliedern des Handwerkerkreises standen den Besuchern auch die Stadtwerke Erkrath GmbH Rede und Antwort zum neuen Förderprogramm „Energieeinsparung vor Ort“. Die Kreissparkasse Düsseldorf informierte über öffentliche Förderprogramme zur Finanzierung und Modernisierung umweltbewusster Veränderungen, die Feuerwehr stellte unter anderem Rauchmelder vor.
Ob der durchschlagende Erfolg nun am rustikalen Flair der Location oder am Veranstaltungsmotto lag, darauf wollte sich der Informationstechniker Langer nicht festlegen. „Wahrscheinlich eine gelungene Mischung aus beidem. “ Gesundes Bauen und Wohnen ist ein wichtiges Thema. In Zeiten von starker Umweltbelastung nehmen die Anfälligkeiten für diverse Allergien zu. „Deshalb ist es so wichtig, dass die eigenen vier Wände auf einem modernen Stand der Technik sind.“ Das sei gut für die Gesundheit und schone den Geldbeutel.
„Der Laie kann allerdings sehr viel falsch machen“, erklärt Schreinermeister Jürgen Nicolay. Jeder, der an eine Sanierung denke, solle deshalb seinen Wohnraum im Vorfeld vom Fachmann prüfen lassen, sonst werde am Ende noch in eine falsche Richtung investiert. Gefährlich sei beispielsweise der Dachausbau in Eigenregie. „Gibt es kleine offene Stellen, sammelt sich Feuchtigkeit und es können Schimmelpilze entstehen.“ Außerdem empfiehlt Nicolay für energiebewusste Bauherren und Hausbesitzer Wärmeschutzverglasung bei Fenstern und Haustüren und gedämmte Massivholzfußböden. „Wichtig bei einer geplanten Sanierung ist immer ein vernünftiges Gesamtkonzept wo alles aufeinander abgestimmt ist“, sagt der Fachmann und gibt ein Exempel: Es bringe zum nichts, in einem Altbau lediglich die Fenster auszutauschen. „Da verschlechtert sich der Raumluftaustausch, anstatt, dass sich etwas verbessert.“
Natursteinschiefer empfohlen
„Die Dämmung ist immer das A und O“, weiß Dachdeckermeister Olaf Grau. Er setzt auf Steildächer , mit einer Dämmung, die komplett über die Sparren reicht. „So erzielt man selbst mit einer minimalen Dicke ein optimales, langlebiges Ergebnis.“ Statt normaler Dachziegel empfiehlt er Natursteinschiefer. „Jeder Stein ist 3500 bis 400 Millionen Jahre alt. Die haben eine unendliche Lebensdauer.“ So rechne sich die etwa ein Drittel teurere Investition in das Naturprodukt auf lange Zeit gesehen in jedem Fall.
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