Mettmann: Das Christliche betonen
VON SABINE SCHÖLLING - zuletzt aktualisiert: 15.01.2007Düsseldorf (RPO). Die CDU will sich wieder auf das „C“ in ihrem Namen besinnen, kündigte Vorsitzender Marc Ratajczak an.
Superintendent Frank Weber sprach im Hansa-Hotel über religiöse Werte in Politik und Gesellschaft.Den Blick nach vorn gerichtet hat die CDU in Mettmann. Beim traditionellen Neujahrsempfang im Hansa-Hotel stellte Vorsitzender Marc Ratajczak neue Inhalte, Ziele und Schwerpunkte für 2007 vor: „Wir wollen das „C“ unserer Partei stärker betonen“ ist die große Leitlinie des Mettmanner Stadtverbandes der Partei.
Errungenschaften auf Landesebene erläuterte Harald Giebels. Stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ute Stöcker nahm Stellung zum Mettmanner Doppelhaushalt 2006/07 und zu den Problemen, die der Nothaushalt mit sich bringt. Dazu gehört die Realisierung der drei Bauabschnitte der Sportstätten am Heinrich-Heine-Gymnasium, welche die CDU fordert.
Themen 2007
Senkung der Neuverschuldung, Klarheit über die Stadthalle, Neubau Amtsgerichts, Entscheidung über Sportanlagen Metzkausen.
Schwerpunkte: Kinder, Jugend, Schule und Bildung.
Die CDU Mettmann braucht Nachwuchs: 48 Prozent der Mitglieder sind über 60 Jahre alt.
Nachmittagsbetreuung ausbauen
Auch die qualitativ hochwertige und mit hohen Kosten verbundene Nachmittagsbetreuung von Schülern soll weiter ausgebaut werden – dazu benötige man langfristig aber finanzielle Unterstützung des Landes, so Stöcker. Die CDU spreche sich gegen einen Abriss der Stadthalle aus und erwartet in 2007 Ergebnisse, die Planungs- und Entscheidungsgrundlage sein sollen.
Die Besinnung auf christliche Schwerpunkte wurde unterstützt durch den Superintendent des Kirchenkreises Düsseldorf-Mettmann, Frank Weber. Er referierte über „Kirche und Politik“ und äußerte sich zur Bedeutung des Religiösen in der sich wandelnden Gesellschaft. Die Frage nach der religiösen Identität werde, so Weber, seit dem „11. September“ neu gestellt und diskutiert. Die Sehnsucht nach einer solchen Identität wachse und zugleich nehme auch die Angst vor Nähe – religiösem Bekenntnis – zu. Vier existentielle Fragen zum menschlichen Dasein, die auf Thesen des Aufklärungsphilosophen Immanuel Kant basieren, finden ihre Antworten in den Bereichen Metaphysik, Ethik, Glauben und Anthropologie.
Dass eine Bindung – auch die an Religion – Freiheit verschaffe, sei kein Wiederspruch in sich, sondern nachvollziehbar. Man könne auch nur auf Reisen gehen, wenn man ein Zuhause hat. Andere Werte könne nur achten, wer eigene Wertvorstellungen hat, erläuterte Weber. Ökumene, Lebenshilfe und ein gewandeltes Familienbild waren ebenfalls Bestandteil des Vortrags.
Geehrt wurden mehrere langjährige Mitglieder: Seit 50 Jahre in der CDU ist Friedrich W. Siebecke, der 36 Jahre Bundesrichter war. Helmut Raschke (40 Jahre), sowie Werner Krumme, Michael Pelger und Andreas Scherer sind seit 25 Jahren mit dabei.
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