Mettmann: Demenz-Kranken zu Hause helfen
VON JÜRGEN FISCHER - zuletzt aktualisiert: 20.11.2008Düsseldorf (RPO). An Demenz erkrankte Menschen sollen möglichst lange in ihrer häuslichen Umgebung leben und ambulant versorgt werden.
Dies ist das Ziel eines Projektes des Kreises Mettmann, der Bergischen Diakonie Aprath in Wülfrath und der Theodor-Fliedner-Stiftung, die in Ratingen und Haan vertreten ist. Gestern überreichte der Geschäftsführer der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW, Wolfgang Heiliger, einen Scheck über 364 000 Euro zur Förderung des dreijährigen Projektes, das im Frühjahr starten soll. Insgesamt kostet das Vorhaben zum Aufbau eines kreisweiten, fest geknüpften Netzwerkes von Vereinen, ehrenamtlichen Diensten und helfenden Angehörigen knapp 500 000 Euro. Zehn Prozent der Kosten steuern die beiden Trägerorganisationen bei, 85 000 Euro der Kreis Mettmann, den bei der gestrigen Übergabe des Schecks in Mettmann Kreisdirektor Martin M. Richter vertrat.
Hildegard Heinrich von der Fliedner-Stiftung, die das Projekt leitet, schätzt die Zahl der dementiell erkrankten Menschen im Kreis Mettmann auf derzeit 8000. Jährlich erkranken 2000 ältere Menschen neu. Mit Pfarrer Peter Iwand von der Bergischen Diakonie ist sie sich in der Schätzung einig, die Zahl werde sich bis 2040 verdoppeln. Sicher, so Iwand, ist es unmöglich, alle in Heimen zu versorgen.
Eine Qualitätsoffensive soll alle professionellen und ehrenamtlichen Helfer – zu denen auch die Angehörigen und Vertreter von Schach- oder Wandervereinen gehören – mit dem notwendigen Wissen ausstatten und ein den Kreis umspannendes Netzwerk knüpfen. Derzeit sind daran bereits rund 300 Organisationen beteiligt.
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