kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Erkrath: Der Anfang vom Ende

VON OLIVER WIEGAND - zuletzt aktualisiert: 29.04.2010

Düsseldorf (RPO). Analyse Warum das Stadtentwicklungskonzept schon vor dem ersten Satz zu scheitern droht. Die Fronten zwischen den politischen Parteien sind verhärtet. Ein Konsens und damit ein Erfolg ist nicht in Sicht.

Noch eine ganze Weile werden die Erkrather Politiker beraten, welches Büro mit dem gut 120 000 Euro teuren Stadtentwicklungskonzept beauftragt wird. Es kann teurer werden. Die Stadt Kleve hat 175 000 Euro für das Stadtentwicklungskonzept bezahlt, wie der technische Beigeordnete Jürgen Rauer vor kurzem im extra gegründeten Erkrather "Ausschuss für Stadtentwicklung" vortrug,

Hauptziel von Erkrather SPD, BmU und Grünen: Sie wollen den Charakter der Stadt als Kommune mit hoher Wohnqualität und sozialer Verantwortung mit Blick auf den demografischen Wandel erhalten. Wenn die Prognosen stimmen, wird Erkrath im Jahr 2020 rund acht Prozent weniger Bevölkerung haben. Der Anteil der über 80-jährigen wird von vier auf zehn Prozent steigen.

Nichts mehr zu verteilen

"Wie gestalten wir den Lebensraum Stadt für immer älter werdende Einwohner?" Wo sollen Familien mit ihren Kindern in einer gesunden und vor allem grünen Umwelt leben?" – das sind die Fragen, die im Konzept beantwortet werden sollen.

Die Stadt Kleve hat in einem einwöchigen Workshop vor allem die Bürger mit ins Boot geholt. Sie hatten Gelegenheit, täglich von 9 bis 22 Uhr mit Planern und Politikern zu sprechen. Es sei eifrig diskutiert worden, viele neue Freundschaften geschlossen und Feindschaften aufgegeben worden. Wenn man die Rathaus-Mitarbeiter heute nach dem Stadtentwicklungskonzept frage, würden sie noch feuchte Augen bekommen. Der Rat der Stadt Kleve verabschiedete das Konzept am Ende einstimmig. "Wir konnten einen großen Konsens unter den Parteien herstellen", so Rauer. So ist auch sichergestellt, dass mit wechselnden Mehrheiten im Stadtrat das Konzept nicht wieder zunichtegemacht wird. Genau diese große Mehrheit und breiter Konsens ist in Erkrath überhaupt nicht in Sicht. Schon beim Vortrag des auswärtigen Beigeordneten balgten sich Erkrather Politiker verbal wie die Kinder im Sandkasten. Wo bei die CDU in ihrem Sandkasten zu gerne die Baugebiete "Kleines Bruchhaus" und dazu noch Gewerbegebiete an der Neanderhöhe hätte.

Genau dieses Spielzeug hat aber die neue Mehrheit aus SPD, BmU und Grünen CDU und FDP aus dem Sandkasten geklaut. Kleines Bruchhaus ist kein Baugebiet mehr, die Neanderhöhe kein Gewerbegebiet mehr. Die CDU spricht von "Denkverboten" bevor das Stadtentwicklungskonzept überhaupt erstellt ist. Höchst zweifelhaft und unwahrscheinlich also, dass es in Erkrath ein Stadtentwicklungskonzept von allen Parteien gemeinsam verabschiedet wird. So wie es nun aussieht, wird es mindestens ein Jahr, wenn nicht noch länger dauern, bis das Konzept überhaupt steht. Und dann ist schon bald wieder Kommunalwahl. Wechselt die Mehrheit, heißt es bald "Lieber Gott ich bin nicht dumm, ich kann es auch noch anders rum". Und mindestens 120 000 Euro sind wie man so schön sagt "In den Wind geschossen".

Vielleicht kommt die CDU mal ins Grübeln. In Erkrath droht ein Nothaushalt. Viel zu verteilen gibt es nicht mehr. Grübeln könnte die CDU auch mal darüber, wo die Firmen und Betriebe eigentlich sind, die gerne an der Neanderhöhe ihren neuen Gebäude errichten wollen. Wo sie doch in Hilden und Mettmann ähnlich günstig bauen können. Und Schlange stehen – das muss in den Nachbarständen kein Investor. Wenn denn endlich mal einer kommen würde.

Quelle: RP

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
"Der ganz normale Basti"

Hückeswagen

"Der ganz normale Basti"

Im Interview mit unserer Redaktion spricht der 17-Jährige über seine Musik, seine Schulzeit ... mehr 

Ratingen

Navi-Diebe auf Reisen

Der Markt, auf dem gestohlene Navigationsgeräte (Navis) und Airbags unter der Hand verkauft ... mehr 

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Tragischer Unfall: 400 Schafe fallen auf Autobahn

Hunderte Schafe sind in der Nacht zu Freitag auf eine Straße in Melbourne gefallen, als ein Tiertransporter auf einer Brücke umkippte und ... mehr 

aus der Nachbarschaft

Tippspiel

Wir suchen den EM-Experten

Deutschland Niederlande Jubel Özil Klose Müller 2011 dpa

Wer übersteht die Vorrunde? Wer schafft es bis ins Finale? Das EM-Tippspiel von RP Online gibt Ihnen die Gelegenheit, Ihr fußballerisches Know-How unter Beweis zu stellen. Die besten Tipper erwarten tolle Preise. Jetzt anmelden und mitmachen! mehr 

Meistgelesen

Klose vor der Nase, Dzeko im Nacken

Mario Gomez trifft – und schmollt

Mit seinem 22. Länderspieltreffer hat Mario Gomez beim 2:0 gegen Israel seine Ansprüche in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft unterstrichen. Dennoch präsentierte sich der Torjäger äußerst missmutig. mehr

 

Borussia Mönchengladbach

Anderson und Rupp kehren zurück

 

22-jährige Studentin stirbt bei Autounfall

Marina Keegans Tod bewegt das Netz

 

Notfall-Szenarien für Griechenland

Wird die neue Drachme schon gedruckt?

 

Fortuna Düsseldorf

Gerson als Lukimya-Nachfolger?

Meistkommentiert

Putins Antrittsbesuch in Berlin

Nur der Hauch einer Annäherung

Beim Antrittsbesuch von Russlands Präsident Wladimir Putin bei Angela Merkel in Berlin begrüßten sich die alten Bekannten im Kanzleramt mit Wangenkuss – doch inhaltlich blieben deutliche Differenzen. Von F. Herrmann und G. Mayntz  mehr

 

DFB-Delegation besucht Auschwitz

"Wir wollten ein Zeichen setzen"

 

Parteitag am Wochenende in Göttingen

Personeller Showdown bei den Linken

 
 

Mönchengladbach

Beerdigung ohne Pfarrer

mehr nachrichten aus mettmann und Erkrath
30 Mitarbeiter des Generalunternehmers MBN sind auf der Baustelle des Mettmanner Bauvereins beschäftigt. Die Seitenwände des Erdgeschosses der Häuser 4 und 5 werden errichtet.

Mettmann

Kö-Karree wächst in die Höhe

Arbeiter betonieren die Seitenwände der Häuser 4 und 5. Der Mettmanner Bauverein geht davon aus, dass die Erlebnisgastronomie "Red Sun" im November eröffnet. 15 Wohnungen sind bereits reserviert. VON Christoph Zacharias  mehr

 
 
 
 
 

An(ge)dacht

Das Geheimnis Gottes

 
Familienanzeigen
Regio-Extra