Mettmann: Der berühmte Tropfen...
VON OLIVER WIEGAND - zuletzt aktualisiert: 06.03.2008Düsseldorf (RPO). Von den 1100 Kindern, die in Mettmanner Kindergärten gehen, verdienen 27 Prozent der Eltern mehr als 61 000 Euro im Jahr. Auch die „Gutverdiener“ sind betroffen von gestiegenen Kosten für Benzin, Gas, Heizöl und Lebensmitteln. Eine betroffene Mutter muss nun „mal eben“ noch 120 Euro monatlich mehr für den Kindergarten bezahlen. Klar, dass damit nicht alle einverstanden sind und stillschweigend zahlen. Zumal – und das wird im Gespräch mit den Eltern deutlich – sie ohnehin deutlich verstimmt sind über die Infrastruktur in der Stadt Mettmann. Die Gebührenerhöhung ist da nur der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.
Um jeden Kindergartenplatz müsse ohnehin schon gekämpft werden. Einer Mutter bot man gar für ihre drei Kinder drei Plätze in verschiedenen Einrichtungen an. Es sind nicht wenige Eltern, die beklagen, Mettmann habe sie mit bezahlbaren Grundstücken und Häusern in die Stadt gelockt. Die Stadt unternehme aber viel zu wenig, um allein schon den baulichen Zustand der Schulen und der Kindergärten zu verbessern. Ganz nebenbei schwindet noch das Vertrauen in die Politik. Es entsteht das Gefühl, die da oben machen eh, was sie wollen.
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