Erkrath: DRK-Übung: Explosion in Leverkusen
zuletzt aktualisiert: 22.05.2007Düsseldorf (RPO). Der Ernstfall ist stets anders, als sich die Fantasie ihn vorstellen kann. Dennoch müssen die Rettungskräfte auf den Punkt genau topfit sein und wissen, welche Prioritäten im Falle des Falles zu greifen haben. Bei einer so genannten „Outdoor“-Übung hat das DRK Erkrath jetzt mit Blick auf eine Großschadenslage mit Vertretern aus den Ortsverbänden Gruiten, Haan und Mettmann gemeinsam das Szenario für eine Explosion in Leverkusen durchgespielt.
Zum Hintergrund: Bei der Explosion gab es zahlreiche Tote und Verletzte. Die Helfer mussten sich auf viele Opfern einstellen, die auf Hilfe eines Chirurgen angewiesen sind oder wiederbelebt werden mussten. Wegen der Schwere der Explosion, so lautete die Vorgabe, muss mit verwirrten Flüchtenden und mit vielen Schaulustigen gerechnet werden. Zudem war ein Verkehrschaos absehbar und die Evakuierung der näheren Umgebung des Explosionsortes. Die Übung in einer Waldumgebung von Leichlingen fand unter Leitung von DRK-Zugführer G. Polster und Übungsleiter V. Engels statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmern kannten den Ort ihres fingierten Einsatzes nicht. Es beteiligten sich 40 Ehrenamtliche aus dem Sanitäts- sowie dem Betreuungs- und Technik-/Sicherheitsbereich. Für alle ging es darum, Wissen, Fertigkeiten und Erfahrungen zu erweitern oder zu festigen. Die Explosion von Leverkusen als Szenario, um das bislang in DRK-Weiterbildung erlernte Wissen praktisch anwenden zu können.
„Die Opfer wurden von schwerverletzten Jugendlichen des Jugendrotkreuzes (JRK) gestellt, die so hautnah die Gelegenheit nutzen konnten, sich mit der Arbeit und der Organisation des DRK tiefer vertraut zu machen“, sagt Jutta Müller, Pressesprecherin beim DRK Erkrath. Natürlich diente die Übung der Stärkung des Gemeinschaftsgeistes, zumal sich auch ehrenamtliche DRK-Helfer beteiligten – das Naturfreundehaus bot beim geselligen Beisammensein viel Gelegenheit dazu. „Beim konkreten Einsatz ist dafür natürlich keine Zeit“, sagt Jutta Müller und macht auf eine Kommunikation der knappen Kommandos und Handzeichen aufmerksam. Beim Erfahrungsaustausch wurden schließlich auch Möglichkeiten für die Optimierung von Abläufen gesucht.
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