Erkrath: Ein Fest für alle Kulturen
VON MANFRED MÜSCHENIG - zuletzt aktualisiert: 19.05.2011Düsseldorf (RPO). Beim Internationalen Frühlingsfest des Integrationsrates sollen sich Menschen verschiedener Nationalitäten kennenlernen. Das Programm reicht von HipHop bis Folklore. Verbände stellen ihre Integrationsarbeit vor.
Buntes Programm
Da Internationale Frühlingsfest findet am Samstag, 28. Mai, von 14 bis 19 Uhr im Bürgerhaus Hochdahl statt.
Den Besuchern wird ein umfangreiches Programm geboten, von orientalischem Tanz bis zu russischer Folklore. An 20 Ständen präsentieren Vereine und Verbände ihre Integrationsarbeit. Außerdem gibt's viele kulinarische Köstlichkeiten aus aller Welt.
Miteinander ins Gespräch kommen, andere Kulturen kennen lernen, Vorurteile abbauen, erfahren, welche Hilfen es für Menschen mit Migrationshintergrund in Erkrath gibt, all dem dient das Internationale Frühlingsfest, das der Integrationsrat der Stadt Erkrath am Samstag, 28. Mai, im Bürgerhaus Hochdahl veranstaltet. Das Fest hat eine lange Tradition, mehr als 20 Mal wurde es bereits gefeiert und hat in der Regel zwischen 600 und 800 Besucher ins Bürgerhaus gelockt. Und so immer den erhofften Beitrag zur Integration geleistet, berichtet Konstantin Lajios, Vorsitzender des Integrationsrates.
Lebensabend in Deutschland
Geboten wird ein buntes Programm, das von Kinderfolklore über HipHop und Karate bis hin zu Gitarrenmusik und dem Auftritt eines Multi-Kulti-Chores reicht. Auch für viele kulinarische Köstlichkeiten sorgen die Gruppen immer wieder. Außerdem gibt es reichlich Gelegenheit, sich über spezielle Angebote der Vereine und Verbände für Migranten zu informieren. Mit Infoständen dabei sind beispielsweise der TSV Hochdahl, das Integrations-Kultur-Zentrum, die VHS, die Stadtbibliothek, die Caritas mit ihrer Migrations-Beratung und dem Projekt Job-Motor. Mit Grünen, SPD und FDP engagieren sich auch drei im Rat vertretene Parteien mit eigenen Ständen.
Erstmals dabei ist außerdem die AWO, die verstärkt auf ihre Seniorenbegegnungsstätte im Bürgerhaus aufmerksam machen will. Die Zahl der Rentner, die einmal als Gastarbeiter nach Deutschland kamen und nun ihren Lebensabend hier verbringen, weil ihre Kinder und Enkel längst hier ihren Lebensmittelpunkt gefunden haben, nehme deutlich zu, weiß Lajios. Viele blieben dann zu Hause unter sich, verlernten die deutsche Sprache, würden zunehmend isoliert. Auch hier sei Integration gefragt, auch nach Ausscheiden aus dem Beruf müssten sie an die Angebote für Senioren herangeführt werden, betonte der Vorsitzende des Integrationsrates.
Übrigens bietet das Internationale Frühlingsfest auch zahlreiche Angebote für Kinder. So wird im Außenbereich wieder das beliebte Torwandschießen ermöglicht, außerdem gibt's draußen weitere Kinderspiele, und Björn, der Gaukler, wird die kleinen Festbesucher ebenfalls mit seinen Zaubereien unterhalten. Den Stellenwert des Festes im Veranstaltungskalender der Stadt unterstreichen auch die Grußworte von Landrat Thomas Hendele und Bürgermeister Arno Werner. Beim russischen Generalkonsulat werden die Integrationsbemühungen der Erkrather ebenfalls gewürdigt, so hat Konsul Maxim Kowalenko seine Teilnahme zu der Veranstaltung zugesagt.
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