Erkrath: Ein neuer Post-Schalter
VON MONIKA SPANIER - zuletzt aktualisiert: 07.11.2008Düsseldorf (RPO). Seit Dienstag verkauft Frank Lehmann in seinem Foto Treff an der Hauptstraße 1a als Franchise- Partner Briefmarken.
Bürgermeister Arno Werner kam nicht zur Eröffnung der neuen Filiale. Er sieht keine Service-Verbesserung.Die Kunden stehen bis zur Straße Schlange. An diesen Anblick hat sich Frank Lehmann vom Foto Treff an der Hildener Straße 1a noch nicht gewöhnt. Seit Dienstag ist er gemeinsam mit seiner Schwester Petra Lux Partner der Deutschen Post, die ihre Filiale an der Eisenstraße 2-4 am Montag geschlossen hat. „Es ist nicht einfach für die Postkunden, wenn sie statt drei nur noch einen Schalter vorfinden“, erklärt der Alt-Hochdahler Geschäftsmann. Zur Eröffnung der neuen Post-Partner-Filiale am Dienstag im Foto Treff war Bürgermeister Arno Werner nicht gekommen. „Die Entwicklung wird von mir nicht gerade begrüßt. Das ist keine Verbesserung an Dienstleistung und kein freudiges Ereignis“, sagte er gestern.
Frank Lehmann gehört zu jenen 8000 Kaufleuten, mit denen die Post seit 1993 Partner-Filialen aufgebaut hat. „Durch die übergangslose Übernahme sind die Standortsicherung und der Kundenservice in Hochdahl weiter sichergestellt“, betont Pressesprecher Friedrich Buttgereit und verweist auf die ausgeweiteten Öffnungszeiten montags bis freitags von 6-19 Uhr sowie samstags von 9-16 Uhr.
Ohne Bankautomat
In den ersten beiden Wochen, so lange Frank Hoffmann und Petra Lux noch von einem Post-Mitarbeiter eingearbeitet werden, ist der neue Service allerdings eingeschränkt. Vorerst können die Hochdahler montags bis freitags nur zwischen 9-12 Uhr sowie 15-18 Uhr und samstags von 9-12 Uhr Briefmarken kaufen oder Pakete abgeben. Die Lotto- und Toto-Annahmestelle bietet alle Bankleistungen an, verfügt über eine Postfachanlage und gibt benachrichtige Briefsendungen aus. Bankautomat und Kontoausdrucker gibt es nicht. Mit den vier Zustellbereichen für Pakete macht sich der neue „Postmann“ erst noch vertraut. Mit Umbauten hat Frank Hoffmann in seinem Geschäft Platz geschaffen für die Paketannahme. Ob dieser dem bevorstehenden Weihnachtsansturm standhält, vermag er nicht zu sagen. Er will in den nächsten Wochen erst einmal beobachten, wie der Betrieb läuft. „Der Postservice wird nicht unser Hauptgeschäft. Wenn’s zu stressig wird, muss neu überlegt werden.“ So weit wie am Hochdahler Markt, wo Faruk Cimirotic nach der Übernahme der Postfiliale sein eigenes Geschäft aufgeben musste, soll es nicht kommen. Fest steht erst einmal, dass Lehmann sich mit seiner Schwester den 13-Stunden-Tag teilen wird.
Die Reaktionen des Publikums sind gemischt. Manche Kunden sind froh über die Veränderung. Andere beklagen sich, dass ihnen im Stadtteil Alt-Hochdahl außer dem Lebensmittelladen jetzt auch noch die Post genommen wurde.
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