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Erkrath: Ein zackiger Neandertaler

VON MANFRED MÜSCHENIG - zuletzt aktualisiert: 17.03.2010

Düsseldorf (RPO). Peter Feuser hat vor zehn Jahren den Briefmarkenverein in Erkrath mit gegründet.

Nun wird ein Buch mit historischen Postkarten aus dem Neandertal vorbereitet.
Peter Feuser gehört zu den Gründungsmitgliedern des Vereins. Wer nun eintritt, dem wird der Beitrag für drei Monate erlassen.  Foto: RPO
Peter Feuser gehört zu den Gründungsmitgliedern des Vereins. Wer nun eintritt, dem wird der Beitrag für drei Monate erlassen. Foto: RPO

In den fünfziger und sechziger Jahren gab es kaum einen Jungen, der nicht irgendwann mal mit dem Briefmarkensammeln begann. Heute sei es eher zum Hobby der alten Männer geworden, weiß Peter Feuser, Vorsitzender des Erkrather Briefmarkenvereins "Zackige Neanderthaler", die 2010 auf ihr zehnjähriges Bestehen zurückblicken. So würde sein Club sich über jüngeren Nachwuchs, wobei auch unter 50 schon als jünger gesehen wird, sowie über weiblichen Zuwachs (bisher ist eine Frau dabei) freuen. Als Ansporn wird im Jubiläumsjahr Neumitgliedern für das erste Vierteljahr der Beitrag erlassen. Obwohl der mit 30 Euro im Jahr ohnehin relativ niedrig ist. Allein die Verbandszeitschrift, die die Mitglieder zwölfmal im Jahr erhalten, sei dieses Geld schon wert, meint Feuser.

Wert steigt kaum

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Vier sind noch dabei

Am 19. Dezember 2000 haben sich sieben Briefmarkensammler in der Gaststätte "Zum neuen End" in Millrath getroffen und sich Gedanken über die Gründung eines Vereins gemacht. Schon bald riefen sie die "Zackigen Neandertaler" ins Leben.

Vier Männer der ersten Stunde sind auch heute noch dabei, darunter Vorsitzender Peter B. Feuser und sein Stellvertreter Werner Holtfoth. Heute zählt der Verein rund 30 Mitglieder und kommt jeden 1. Donnerstag im Monat im Sockelgeschoss des Kaiserhofes zum Tauschtreff zusammen. www.zackige-neanderthaler.de

Es sind aber längst nicht nur Briefmarken, mit denen sich die "Zackigen Neandertaler" beschäftigen. Auch Münzliebhaber sind dabei, andere sammeln Ganzsachen oder Postkarten, das Spektrum ist breit. Man müsse es auf jeden Fall als Hobby sehen, als Geldanlanlage seien Briefmarken kaum geeignet, meint Feuser. Der früher häufig gehörte Satz von der Briefmarke als Aktie des kleinen Mannes sei Quatsch. Nur wer ganz besonders gute und seltene Stücke erwerbe, könne deren Wert erhalten oder sogar steigern. Als Beispiel nennt Feuser die Fünf-Mark-Gedenkmünzen der Bundesbank. Die waren am Schluss natürlich immer noch ihre fünf Mark wert, aber nur die ersten fünf Ausgaben seien so selten gewesen, dass hier für gut erhalten Stücke heute bis zu 1000 Euro gezahlt werden. Postkarten mit Motiven aus Erkrath, Briefe, die von Erkrath aus in die Welt versandt wurden, auch solche Stücke werden bei den Zackigen Neandertalern gesammelt. So tauchen die Mitglieder mit ihrem Hobby regelmäßig in die Geschichte der Region ein. Dokumentieren anhand gleicher Motive aus unterschiedlichen Zeiten die Veränderungen in der Stadt. Sehen an der Korrespondenz von Erkrather Firmen, wo deren Kunden saßen.

Das Thema Neandertal darf bei den Sammlern ebenfalls nicht fehlen. Feuser hat die Herausgabe eines Buches vorbereitet, das Ansichtskarten aus dem Neandertal zeigt. Im Jubiläumsjahr ist außerdem eine große Ausstellung geplant, in der aufgezeigt werden soll, wie vielfältig dieses Hobby sein kann. Innerhalb des Vereins wird darüber hinaus ein Wanderpokal ausgelobt, mit dem das beste Exponat ausgezeichnet werden soll. Gäste seien übrigens bei den Tauschtreffs immer willkommen, betont der Vorsitzende des Jubiläumsvereins.

Quelle: RP

 
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