Erkrath: Elternwünsche zur Betreuung
VON MONIKA SPANIER - zuletzt aktualisiert: 06.03.2008Düsseldorf (RPO). Auch die Franziskusgemeinde Hochdahl will Träger eines von sieben Familienzentren werden.
600 Eltern-Wünsche
Von den 600 Eltern, die sich aus der Befragung zurückgemeldet haben und deren Kind einen Rechtsanspruch hat, wünschen: 111 eine 25-Stunden-Betreuung
121 ein Blockangebot im Kindergarten mit 35 Stunden
150 einen Block mit 35 Stunden in geteilter Form und
218 Betreuung von 45 Stunden.
Zur Umsetzung des neuen Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) hatte die Stadt 1701 Eltern von Kindern befragt, die zwischen dem 1. August 2002 und dem 31. Oktober 2006 geboren sind. 725 Rückmeldungen liegen vor. Daraus ermittelt wurden 600 Kinder (geboren bis zum 31. Oktober 2005), die zum 1. November Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz haben. Bis zum 15. März müssen dem Landesjugendamt die nach neuen Kriterien von den Eltern gewählten Plätze gemeldet werden. Die Kinder werden pro Woche 25 Stunden, 35 Stunden im Block oder 35 Stunden in geteilter Zeit sowie 45 Stunden betreut. Wie Jugendamtsleiter Uwe Krüger im Jugendhilfeausschuss erklärte, konnten die Belegungszeiten mit den Kindergärten einvernehmlich geregelt werden. Da die Kinderzahl in Erkrath sehr stark rückläufig sei, könnten frei werdende Plätze genutzt werden, um das Angebot für Kinder unter drei Jahren zu erweitern.
Zuschlag für Johanniter
Die Johanniter sollen 2008/2009 Träger des nächsten Familienzentrums werden. Das hat der Ausschuss gestern beschlossen. Fragezeichen gibt es noch beim Ausbau bis 2012. Nur vier weitere Familienzentren werden vom Land mit jeweils 12 000 Euro gefördert. Interesse bekundet haben aber die Arbeiterwohlfahrt und der Paritätische Wohlfahrtsverband als freie Träger sowie die katholische Franziskusgemeinde Hochdahl als kirchlicher Träger. Die Stadt Erkrath, die immerhin neun von 21 Kindergärten unterhält, könnte dann nur noch ein Familienzentrum einrichten. Sie wollte aber mit wenigstens zwei Einrichtungen mit im Boot sein.
Die Begrenzung auf sieben Familienzentren und der Antrag der Franziskusgemeinde Hochdahl, der bereits im Oktober 2007 gestellt wurde, bei der Beratung einer internen Arbeitsgruppe (AG 78) aber offenbar keine Rolle gespielt hat, sorgte jetzt für Diskussionsstoff. Monika Hustädt (Bürger mit Umweltverantwortung) und Ernst Zieris, Sprecher der Liga der freien Träger, machten sich mehrfach zu Fürsprechern der Gemeinde St. Franziskus. Diese hatte sich mit ihren drei Hochdahler Kindergärten inklusive der Integrativen Kindertagesstätte als Verbund beworben.
Für Reinhard Knitsch, den Fraktionschef der Grünen, war der Fall schnell klar: Die Verwaltung soll beim Land einen Antrag stellen, damit das Kontingent der Familienzentren von sieben auf acht ausgeweitet wird. Für den Fall, dass dies nicht bewilligt wird, soll die Stadt für das achte Zentrum selbst die 12000 Euro aufbringen. Der Ausschuss stimmte mit knapper Mehrheit zu. Kriterien für eine weitere Rangfolge wurden nicht festgelegt.
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