Erkrath: Endlich Schluss mit Gerüchten Mit Lederjacke am Tatort
VON OLIVER WIEGAND - zuletzt aktualisiert: 10.07.2008Düsseldorf (RPO). Der Hinweis zur Festnahme des geständigen Brandstifters kam aus der Bevölkerung. Auf die Dauer zu unglaubwürdig wirkten wohl die Behauptungen des mutmaßlichen Täters, die Prellungen und Schürfwunden an den Armen stammen von einem Motorroller-Unfall. Dabei waren laut Polizei an seinem Roller gar keine Unfallspuren festzustellen. Der Hinweisgeber möchte anonym bleiben. Er hat richtig gehandelt und nicht länger geschwiegen und das Unrecht hingenommen. Gut, dass der Täter schnell gefasst wurde.
Zu lange schon sind rund um die Stahlenhauser Straße wilde Spekulationen ins Kraut geschossen. Bis hin zur falschen Behauptung, die Wohnungsinhaber selbst, könnten Schuld am Brand sein. Doch mit den Gerüchten ist nun endgültig Schluss. Der wahre Täter ist ermittelt, verhaftet und geständig. Gut so!
ERKRATH (wie) Schon am Abend der Tat hat sich ein junger Mann verdächtig gemacht, der bei 30 Grad Außentemperatur in Lederjacke gekleidet war. Polizei und Feuerwehrleute fragte er nervös nach dem Verbleib seiner Schwiegermutter. Das dieser junge Mann der Täter ist und mit der Lederjacke die bei der Explosion erlittenen Prellungen verbergen wollte, konnte die Polizei nicht ahnen. Hinweise aus der Bevölkerung führen schließlich am Montag dazu, dass der Mann in seiner Wohnung festgenommen werden konnte. „Wir sind froh, dass er gestanden hat. Der Brand hat in der Bevölkerung für Angst gesorgt“, sagt Kriminaloberrat Dirk Druyen. Der Mann sei arbeitslos gewesen und hätte eine geringfügig bezahlte Stelle als Pizzabäcker in Aussicht gehabt. Der Brand-Tag wäre sein erster Arbeitstag gewesen.
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