Mettmann: Es gibt noch Ausbildungsplätze
VON RALF GERAEDTS - zuletzt aktualisiert: 14.07.2010Düsseldorf (RPO). Wenige Wochen vor Beginn des Ausbildungsjahres hat die Rheinische Post eine Telefonaktion organisiert. Experten von IHK, Arbeitsagentur und aus dem Handwerk bieten Jugendlichen ohne Lehrstelle ihre Hilfe an.
mettmann/Hilden In gut zwei Wochen beginnt das Ausbildungsjahr. Viele Schulabgänger haben längst Ausbildungsverträge unterschrieben. Aber so mancher Jugendliche oder junge Erwachsene ist bei der Berufswahl noch nicht zum Ziel gekommen und hat noch keine Lehrstelle gefunden.
Die Rheinische Post versucht zu helfen. Für Donnerstag haben wir eine Telefonaktion organisiert, an der Experten für Ausbildungsfragen – von der Agentur für Arbeit ebenso wie von der Handwerkskammer oder der Industrie- und Handelskammer – Rede und Antwort stehen. Auch wenn es schon "fünf vor zwölf" ist, sind doch noch viele Ausbildungsplätze unbesetzt. Es gibt also noch viele Chancen.
Telefonaktion
Termin Donnerstag, 15. Juli, von 16 bis 17 Uhr.
Kontakt Tel. 02103 9591-94. Von dieser zentralen Rufnummer werden die Anrufer an die Experten weitergeleitet.
Teilnehmer Norbert Woehlke (IHK Düsseldorf), Rainer Weißmann (Handwerkskammer Düsseldorf), Olaf Kramer (Agentur für Arbeit Düsseldorf).
Anlass Bevorstehender Beginn des Ausbildungsjahres.
Norbert Woehlke (42), stellvertretender Geschäftsführer der IHK Düsseldorf und zuständig für den Bereich Berufsbildung/Prüfungen hat festgestellt, dass es "im kaufmännischen Bereich sehr anzieht". Die IHK glaubt an ein deutliches Plus bei den Ausbildungsangeboten. Derzeit liegen die Zahlen um elf Prozent über Vorjahresniveau. Die Lehrstellenbörse der IHK weist mehr als 200 freie Plätze aus. "Niemand muss den Kopf in den Sand stecken", beruhigt Woehlke. Vielmehr sehe es gut aus für die Bewerber: Auf einen Suchenden kommen 1,4 Stellen.
Rainer Weißmann (55), Starthelfer im Ausbildungsmanagement bei der Handwerkskammer Düsseldorf, weist auf freie Stellen im Lebensmittelbereich – Bäcker, Konditor, Fleischer, aber auch im Verkauf – im Bereich Elektro, Anlagenmechanik Sanitär/Heizung/Klima, aber auch bei Friseuren, Dachdeckern und im Sektor Gebäudereinigung ("sehr interessante Möglichkeiten") hin. Aber auch angehende Büro-Kaufleute würden noch gesucht. Die Handwerkskammer habe gemerkt, dass sich zum einen Betriebe sehr spät entscheiden, mit wem sie den Ausbildungsvertrag abschließen. Aber auch die Jugendlichen entschieden sich immer später, welchen Weg sie nach dem Sekundarabschluss einschlagen – ob sie eine Ausbildung antreten oder weiter zur Schule gehen sollen. Den Betrieben sei vor allem daran gelegen, junge Leute "mit Biss" einzustellen, die lernen wollten.
Olaf Kramer (43) ist bei der Agentur für Arbeit in Düsseldorf Berater für akademische Berufe. "Wer aktiv und zielorientiert sucht, kann auch jetzt noch einen Ausbildungsplatz finden". Es gebe noch mehrere Lehrstellen im Bereich des Groß- und Außenhandels, bei Speditionskaufleuten, aber auch der gewerblich-technischen Bereich habe noch frei Ausbildungskapazitäten. Düsseldorf strahle auf die Region aus, weiß Kramer. Viele Einpendler kämen aus dem Kreis Mettmann, aber auch aus Solingen, wo es wegen eines hohen Industrialisierungsgrades weniger Stellen im kaufmännischen Bereich gebe.
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