Mettmann: Fachhochschule am Südring
VON OLIVER WIEGAND - zuletzt aktualisiert: 15.10.2008Düsseldorf (RPO). Die private Fachhochschule der Wirtschaft siedelt sich in der Kreisstadt an. Der Bauverein erstellt für 3,8 Millionen Euro das Gebäude, in dem 600 Studierende Platz finden. Wohnheim wird an der Südstraße gebaut.
Nicht in einer Nacht- und Nebelaktion, aber ziemlich schnell und geräuschlos haben es die Stadt und der Mettmanner Bauverein geschafft, innerhalb von nur wenigen Wochen die Private Fachhochschule der Wirtschaft in der Kreisstadt anzusiedeln. Am Mettmanner Südring wird noch im Dezember der erste Spatenstich für das zweigeschossige Hochschulgebäude erfolgen. Dort werden ab 1. Oktober 2009 die ersten Studenten der Wirtschaftsinformatik und der Betriebswirtschaftslehre ihr Studium aufnehmen.
„Die Fachhochschule ist im August auf uns zugekommen. Wir hatten zwar am Südring ein ideales Grundstück, aber kein Gebäude“, sagte Bürgermeister Bodo Nowodworski gestern bei der offiziellen Vorstellung des Projekts. Innerhalb weniger Tage sei man sich mit dem Bauverein einig gewesen. Der MBV ist nun bereit, nicht nur das Gebäude der Fachhochschule für rund 3,8 Millionen Euro zu bauen, sondern für 4,2 Millionen Euro auch ein Studentenwohnheim mit 106 Wohnungen an der Südstraße zu errichten. Auf dem ehemaligen Werksgelände von Georg-Fischer sind zwei jeweils drei- und viergeschossige Wohnhäuser geplant, die mit möblierten 20-Quadratmeter Appartements, aber auch mit Wohngemeinschaft tauglichen Grundrissen ausgestattet sind.
Praxis und Theorie
Die Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) wurde in Paderborn vom Unternehmer Heinz Nixdorf gegründet.
Die FHDW pflegt einen intensiven Kontakt zu 750 Unternehmen, darunter viele aus der Düsseldorfer Region. Großer Partner ist die Firma Bayer. Rund 250 Partnerfirmen unterstützen mit einer Praxisphasen-Vergütung die Finanzierung des Studiums.
Das Studium gliedert sich in viermonatige Blöcke mit praktischem und theoretischen Teil.
Studium kostet 22 000 Euro
Der Bauverein hofft, durch die Vermietung die Investitionskosten wieder herein zu bekommen. „Wer kein Risiko eingeht, kann auch nichts bewegen“, sagte Volker Bauer, Mitglied des Vorstands beim MBV. Das Gebäude der Fachhochschule wird zweigeschossig erstellt und verfügt über Seminarräume, die Klassenräumen von Schulen ähneln. „Wir setzen auf kleine Lerngruppen und intensive Betreuung unserer Studenten“, sagt Professor Franz Wagner. Die private Trägerschaft und die engen Kontakte zur Wirtschaft ermöglichten ein praxisorientiertes Studium. Meist sind die Studierenden schon in Betrieben angestellt und erhalten eine Ausbildungsvergütung.
Studieren kann man in Mettmann zunächst zwei Fächer: Wirtschaftsinformatik und Betriebswirtschaftslehre. Das Studium dauert drei Jahre und kostet 22 000 Euro. Alle vier Monate arbeiten die Studenten in Betrieben. 90 Prozent werden später übernommen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum