Erkrath: Fotos zeigen und schießen
VON SIMONE KAMPF - zuletzt aktualisiert: 29.06.2010Düsseldorf (RPO). Im Lokschuppen steht das Thema Fotografie im Mittelpunkt. Melanie Jörns zeigt ihre Aufnahmen und vor einer alten Lok lässt sich das Nachwuchsmodel Katharina Lilienthal ablichten.
Alte Loks eignen sich keineswegs nur zum anschauen sondern auch hervorragend, um vor ihnen zu posieren. Beim Fotoshooting auf dem Gelände des Museums Lokschuppen kamen alle Beteiligten ziemlich ins Schwitzen und das nicht nur wegen der hohen Temperaturen. Völlig unbeirrt kletterte das 17-jährige Nachwuchsmodel Katharina Lilienthal auf die verschiedenen Wagen oder setzte sich im Eisenbahnwaggon vor den Schienenstücken gekonnt in Szene. Während sie mit der Sonne um die Wette strahlte, lagen ihr die Fotografen im wahrsten Sinne des Wortes zu Füßen. Unter ihnen Udo Kampschulte, Vorsitzender des Eisenbahn- und Heimatmuseums Erkrtah-Hochdahl, der mit seiner Kamera knapp 100 Fotos schoss.
"Es macht natürlich großen Spaß ein so jugendliches Gesicht vor den alten Loks abzulichten", lacht Kampschulte. Auch Model Katharina war von ihrem ersten Shooting ganz begeistert: "Ich wollte eigentlich immer selbst Fotos machen und jetzt stehe ich plötzlich vor der Kamera. Weil wir die Orte häufig gewechselt haben, war es überhaupt nicht anstrengend, sondern hat sehr viel Spaß gemacht." Neben der regulären Ausstellung im Lokschuppen, bei der die Besucher einiges über die Geschichte der ersten Eisenbahn Westdeutschlands erfahren, bemühte sich Kampschulte um eine Zusammenarbeit mit der Künstlergruppe NeanderArt.
Sehenswertes
Das Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl ist in einem Lokschuppen untergebracht, der auch für Veranstaltungen wie Kunstausstellungen, genutzt wird. Er ist ein Relikt aus der Epoche der Privateisenbahnen und lockt mit Informationen zur Geschichte der ersten Eisenbahn Westdeutschlands viele Besucher an.
Das Museum hat von April bis Oktober immer am vierten Sonntag im Monat von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 2 Euro.
So entstand die Idee ein Model einzuladen und die Museumsanlage als besonderen Ort zu nutzen. Fotograf und Mitglied bei NeanderArt Stefan Junger kannte vorher weder den Lokschuppen noch das Model. Das stellte für den erfahrenen Hobbyfotographen jedoch kein Problem dar. Im Anschluss gab er wertvolle Tipps worauf man als Einsteiger achten sollte.
Mit Ideen experimentieren
"Von der technischen Seite her, kommt es eigentlich nicht darauf an, was man für eine Kamera hat. Bis man genug Übung hat, muss man erst einmal sehr viele Bilder schießen und wird mit der Zeit immer besser", so Junger. Wichtig sei, eine Idee zu haben, wie in diesem Fall die Lokomotive, und dann einfach zu experimentieren. Neben Stefan Junger stellte noch eine weitere Künstlerin der NeanderArt ihre Arbeit vor. Unter dem Titel "fairytails" präsentierte Melanie Jörns 15 ihrer romantisch, erfrischenden Fotografien.
Auf den märchenhaften Aufnahmen sind häufig Frauen sehr unterschiedlichen Typs so sehen. Mal liegen sie in einem zauberhaften, rosafarbenen Kleid auf einer grünen Wiese oder jagen mit einem Kescher bunten Plastikfischen nach, die in einem Baum hängen. "Mein Thema ist Schönheit, Märchen und paradiesische Zustände. Im möchte darstellen, was in der rauen Realität verloren gegangen ist", erklärt die Künstlerin. Ihre Fotos stehen zum Verkauf und können unter www.melaniejoerns.de eingesehen werden.
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