Mettmann: Frostschäden kosten viel Geld
VON CHRISTOPH ZACHARIAS - zuletzt aktualisiert: 12.05.2010Düsseldorf (RPO). Die Stadtverwaltung macht die Rechnung für die Sanierung der Löcher auf den Straßen auf. Besonders auf der Peckhauser Straße und auf dem Gruitener Weg muss gearbeitet werden. Mittelfristig reicht das Geld nicht aus.
Die Stadtverwaltung macht jetzt die Rechnung in Sachen Frostschäden auf: Die Zahl der Straßenaufbrüche in Mettmann liege 20 Prozent über den Schäden des Winters 2008/2009. "Dabei handelt es sich häufig um Altaufbrüche, die seinerzeit mangels genügender finanzieller Ressourcen nur provisorisch ausgebessert wurden und deshalb nun erneut wieder (großflächiger und tiefer) aufbrachen", schreibt Fachbereichsleiter Kurt-Werner Geschorec in der Vorlage für den nächsten Bauausschuss. Besonders betroffen seien die Fahrbahnen der Peckhauser Straße zwischen Düsseldorfer Straße und Spessartstraße und der Gruitener Weg zwischen Einmündung Mozartstraße und Zufahrt Hof Korres.
Sprengkraft
Frostschäden sind auf in die Straßenkonstruktion eindringendes Wasser zurückzuführen.
Dieses Wasser gefriert im Winter zu Eis und entwickelt dabei enorme Kräfte, durch welche die betroffenen Flächen regelrecht gesprengt werden. Die Verschleißschicht hat die Aufgabe, das Eindringen des Wassers zu verhindern und muss deshalb in Ordnung sein.
Straßenschäden durch Überlastung seien, so die Verwaltung, nicht so häufig.
Während bei der Oberfläche der Peckhauser Straße nur eine vollständige Sanierung der obersten Fahrbahnschicht sinnvoll sei, werden beim Gruitener Weg mangels ausreichender Haushaltsmittel die überwiegend punktuellen Aufbrüche in Einzelschritten saniert.
Geld für Straßenunterhaltung
Die Beseitigung der Schäden am Gruitener Weg, so Geschorec weiter, kosten rund 25000 Euro und werden aus dem Titel Straßenunterhaltung finanziert.
Die wünschenswerte vollständige Sanierung der Peckhauser Straße koste 230 000 Euro. Im Haushalt stehen allerdings nur 175 000 Euro zur Verfügung. Damit lasse sich lediglich eine Teilfläche sanieren. Die Stadt hofft allerdings, durch ein günstiges Ausschreibungsergebnis die gesamte Peckhauser Straße bis zur Spessartstraße sanieren zu können.
Die Stadtverwaltung hat festgestellt, dass von Jahr zu Jahr die Schäden sowohl vom Umfang als auch von der Schadenshöhe zunehmen. "Dabei spielt die tatsächliche Frostbelastung eine untergeordnete Rolle." Zurückzuführen sei dieser Trend auf die immer größer werdende Anzahl provisorischer geflickter Straßenschäden, die in den Folgejahren erneut aufbrechen und weitere Schäden durch ungehindert eindringendes Wasser in Verbindung mit Frosteinwirkung erzeugen. "Dieser Entwicklung gilt es entgegenzuwirken", so Geschorec in seiner Bewertung. In der Regel können die Straßen 45 bis 60 Jahre genutzt werden. Danach, so die Bewertung der Stadtverwaltung, müssen sie erneuert werden. Allerdings müsse in der Zwischenzeit die Straße immer wieder kontrolliert und gewartet werden. Wichtigster Bestandteil jeder bituminös befestigten Fahrbahn ist die sogenannte Fahrbahndeck- oder auch -verschleißschicht.
Aus diesem Grund sollen Fahrbahndeckschichten in der Regel alle fünfzehn Jahre, spätestens aber dann, wenn erste Risse sichtbar werden, erneuert werden. Die Verwaltung hat für den Bauausschuss 15 Straßen aufgelistet, die in den nächsten Jahren eine neue Decke bekommen müssten, bevor Schäden entstehen. Rund 3,1 Millionen, so die Verwaltung, würde die Gesamtsanierung kosten. Im Haushalt stehen jährlich nur 140 500 Euro zur Verfügung. Die Verwaltung schlägt deshalb vor, die Haushaltsmittel aufzustocken, um dem Reparaturstau entgegenzuwirken.
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