Erkrath: Geld für Badespaß
VON MONIKA SPANIER - zuletzt aktualisiert: 01.12.2006Düsseldorf (RPO). Rotary Club Hilden-Haan spendete 1000 Euro für privates Kinderheim.
Nach Eröffnung des Neanderbades reichte das Geld nicht mehr für Jahreskarten.Hans und Mechthild Walter sind glückliche Eltern. Der Rotary Club Hilden-Haan hat ihren neun Kindern mit einer Spende von 1000 Euro bereits vor dem Fest eine Weihnachtsfreude bereitet. Ab sofort steht wieder regelmäßig Schwimmen auf dem Freizeitprogramm des privat geführten Familienheimes für Pflegekinder.
Familienkarte gab’s nicht mehr
Nach Eröffnung des Neanderbades im Februar 2006 war Plantschen im Hallenbad aus finanziellen Gründen schweren Herzens gestrichen worden. Denn die Familienkarte für 270 Euro wurde von den Stadtwerken nicht mehr angeboten und 2000 bis 2500 Euro, um auch in dem schönen neuen Bad Spaß zu haben, konnten die Heimeltern aus eigener Kraft nicht aufbringen. „Der Betrag war im Pflegesatz nicht unterzubringen“, sagte Mechthild Walter. Die Stadtwerke Erkrath GmbH aber hielt unerbittlich an ihrer Preispolitik fest.
Rotary Hilden-Haan
Der Rotary Club Hilden-Haan zählt 40 Mitglieder, darunter auch Hochdahler.
Aus seinen Reihen wurde im Dezember 1990 der Rotary Club Neandertal gegründet.
Der Club Hilden-Haan bringt jährlich aus eigenen Beiträgen und Spenden über seine Stiftung bis zu 25 000 Euro für wohltätige Zwecke auf. Wer diese unterstützen möchte, kann dies tun:
Rotary Hilden-Haan Stiftung, Konto-Nr. 0959692 Deutsche Bank AG.
„Wir haben damals viele freundliche Briefe von Bürgern erhalten“, erinnerte sich gestern Hans Walter bei der Übergabe der Spende durch Ulrich Back, den Präsidenten des Rotary Clubs Hilden-Haan. Über einen Hochdahler Kontakt gab’s von der Stadtsparkasse Düsseldorf Freikarten für Düsseldorfer Bäder, bei Straßenfesten an der Kiefern- und Tannenstraße kamen 200 Euro zusammen und Grüne und Bürger mit Umweltverantwortung (BmU) setzten sich für die Heimkinder ein. „Auf eine Antwort von Bürgermeister Arno Werner warte ich noch heute“, erklärte Walter.
Die Rotary-Spende wurde über einen Zeitungsartikel in der RP-Mettmann angestoßen. Ulrich Back, der im Sommer gerade seine Präsidentschaft beim Club angetreten hat, wollte als Hochdahler Bürger auch ein regionales Projekt unterstützen. Dafür steht die Stiftung des Rotary Clubs ein, die auch das Franziskus-Hospiz fördert. Schatzmeister Dieter Esser tauschte gestern an der Kasse des Bades die Spende in Schwimmkarten um.
Schule und Ausbildung
Im Kinderheim an der Alten Kölner Straße leben neun Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 18 Jahren. Sie haben schwere Schicksale erlitten, sind teilweise traumatisiert, gehen in Hochdahl und Düsseldorf zur Schule. Eine junge Frau macht gerade ihre Ausbildung zur Kinderpflegerin. Alle freuen sich auf turbulente Badezeiten. Zudem plant Rotaract Solingen-Neandertal als Nachwuchs-Organisation ein gemeinsames Projekt mit den Heimkindern.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum