Wülfrath: Gemeinde im Umbruch
VON JOCHEN DELPHENDAHL - zuletzt aktualisiert: 10.02.2012Wülfrath (RP). Aus Altersgründen traten Bernd Jost, Friedrich Wilhelm Vogel und Wilhelm Schmahl nicht mehr zur Wahl an. Beteiligung: evangelisch-reformierte Gemeinde 8,6 Prozent, evangelische Gemeinde Düssel 13,2 Prozent.
Die evangelisch-reformierte Gemeinde Wülfrath ist im Umbruch – was seinen "Rat der "Ältesten" angeht. Bei der Wahl des Presbyteriums am vergangenen Sonntag traten erfahrene Mitglieder aus Altersgründen nicht mehr an. Allen voran Bernd Jost. Er gehörte der Kirchengemeindeleitung seit 36 Jahren an und war insgesamt acht Jahre Vorsitzender. 2014 wird er 75 Jahre alt und müsste wegen der Altersbegrenzung dann ausscheiden. Während der Wahlperiode aufhören, habe er nicht gewollt, deshalb sei er nicht mehr angetreten, sagte Jost.
Bald 75 Jahre alt
Aus diesem Grund trat ebenso Friedrich Wilhelm Vogel nicht wieder an. Er war seit zwei Jahren Kirchmeister und zuvor stellvertretender Kirchmeister. Auch Wilhelm Schmahl wird in zwei Jahren 75 Jahre alt und kandidierte deshalb nicht wieder. Er hatte in den letzten Jahren das Amt des Baukirchmeisters ausgeübt.
Wahl in Düssel
In der evangelische Gemeinde Düssel lag die Wahlbeteiligung bei 13,2 Prozent, von knapp 2200 Wahlberechtigten gaben knapp 300 ihre Stimme ab.
Um elf Plätze bewarben sich zwölf Kandidaten.
Gewählt sind: Dieter Belgardt, Horst Bremkamp, Wolfgang Böhme, Lothar Ebert, Peter Frisch, Sabrina Geiermann, Sigrid Marschall, Jürgen Paucken, Carmen Simon, Ingrid Switalski und Karin Wichelhaus.
Als Mitarbeiter-Presbyterin bestätigt: Ingeborg Marquardt.
Von Amts wegen im Presbyterium: Pfarrer Jochen Lütgendorf.
Bernd Jost sagte, er und seine Kollegen seien weiter bereit, dem neuen Presbyterium mit Rat zur Seite zu stehen. "Es gab keinen Ärger und keinen Groll. Wir haben lediglich aus Altersgründen aufgehört."
14 Kandidaten – 12 Plätze
Mit 8,6 Prozent sei die Wahlbeteiligung sehr niedrig gewesen, meinte Jost. Möglicherweise wäre es besser gewesen ein zentrales Wahllokal einzurichten statt mehrere dezentral. Von den 5530 Gemeindegliedern hatten lediglich 475 ihre Stimme angegeben. Und sie hatten wirklich die Wahl: Um die zwölf Plätze im Presbyterium hatten sich 14 Kandidaten beworben.
Gewählt wurden: Rolf vom Bögel, Stephan Brinkmann, Marcus Fritsche, Manfred Hoffmann, Erika Hopp-Jost, Ulrike Hüser, Klaus Jansen, Michael Lobe, Friedhelm Preußner, Ina Priss, Friedemann Schott und Inga Wolf. Beruflich in der Gemeinde mitarbeitende Mitglieder sind Susanne Gartmann und Thomas Gerhold. Zudem gehören die Pfarrer Rolf Breitbarth und Ingolf Kriegsmann dem Leitungsgremium der evangelisch-reformierten Gemeinde an. Einer der beiden Pfarrer wird möglicherweise als Nachfolger von Bernd Jost den Vorsitz übernehmen.
Gewählt wird in der ersten Sitzung des Presbyteriums am 12. März. Bereits am Sonntag, 4. März, 9.30 Uhr, werden die Presbyter in der Stadtkirche eingeführt.
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