Wülfrath: Gemeinde wächst zusammen
VON R. MAIROSE-GUNDERMANN - zuletzt aktualisiert: 06.02.2010Düsseldorf (RPO). Katholiken in Wülfrath haben erstmals einen gemeinsamen Pfarrgemeinderat gewählt.
Vorsitzender Wolfgang Daldrup sieht Vorteile in der Fusion. Ortsausschüsse zur Unterstützung gebildet.Wolfgang Daldrup, Vorsitzender des erstmals für alle drei katholischen Gemeinden gewählten Pfarrgemeinderats (PGR), setzt auf bessere Information der Gemeindemitglieder. Sein Anliegen ist, die neuen Strukturen des Pfarrverbands sowie die für 2011 anstehende Fusion näherzubringen. Er sprach dazu auf dem Neujahrsempfang von St. Petrus Canisius sowie dem ökumenischen Neujahrsempfang von St. Maximin und der evangelischen Gemeinde Düssel.
Vordenker und Ideengeber
Da in St. Joseph wegen des Umbaus des Corneliushauses kein Neujahrsempfang stattfindet, wurde vor Ende der gut besuchten Messe in St. Joseph eine Pfarrversammlung abgehalten. Einziger Tagesordnungspunkt: Neuer PGR/Ortsausschüsse/Fusion. "Mit der Wahl eines gemeinsamen Pfarrgemeinderates für drei Gemeinden haben wir uns eine neue Struktur gegeben", sagte Daldrup. Da ein PGR nicht die Arbeit von drei leisten könne, wurden Ortsausschüsse ins Leben gerufen. Ihre Aufgabe wird sein, das Gemeindeleben vor Ort zu organisieren und zu gestalten. Untereinander sollten die Ortsausschüsse zusammenarbeiten. "Dem PGR ist wichtig, dass die Ausschüsse selbstbewusst, selbstständig und eigenverantwortlich arbeiten. Wir brauchen starke Ortsausschüsse", betonte Daldrup. Wichtig sei der Informationsaustausch in beide Richtungen. Hierarchisch gesehen, stehe der PGR an der Spitze. Die vordringliche Aufgabe liege darin, zu steuern, lenken und soweit erforderlich, Aufgaben und Kompetenzen in die Ausschüsse zu geben – alles auf der Ebene des Pfarrverbands. Der PGR sehe sich als Vordenker und Ideengeber.
Sie engagieren sich
Pfarrgemeinderat: Martin Strässer, Thomas Feichtinger, Gerhard Vollmer, Georg Thronberens, Eva-Maria Zimmermann, Sylvia Ceiler, Gisela Julius, Gabriele Malchow und Wolfgang Daldrup.
Ortsausschuss St. Joseph: Renate Czempiel, Stephanie Feichtinger, Claudia Högner, Michael Jäntsch, Cäcilie Koch, Beatrix Kraemer, Siegfried Kowalczyk, Monika Lax, Berthold Scholten, Georg Thronberens.
Daldrup sah in der neuen Struktur einen entscheidenden Vorteil, mit der deutlich mehr Aktive erreicht würden als zuvor. Leiterrunde Messdiener, Jugendgruppe aufgebaut auf Firmanden, Ökumene, Internet-Auftritt, Kreis junger Frauen/Männer sowie Feierlichkeiten rund um "900 Jahre St. Maximin" sieht Daldrup als Schwerpunkte für 2010. Eine der wichtigsten Aufgaben sei nun, die Fusion zu leben. "Wir müssen mit dem Zusammenwachsen zu einer Gemeinde jetzt beginnen. Wenn ich mir die Vorteile einer Fusion vor Augen halte, hätten wir viel früher damit anfangen müssen", räumte Wolfgang Daldrup ein. Dass die Gemeinden es können, hätten sie Fronleichnam, bei Pfarrfest und Klausurtagung bewiesen. Fusion bedeute nicht gleichmachen, sondern im Wortsinn "gießen und verschmelzen". Es verändere sich Form und Inhalt nur, wenn etwas dazugegeben werde. "Genau das ist der Mehrwert, den wir erreichen wollen und können."
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