Wülfrath: Genossen freuen sich über Grieses Rückkehr
VON JOCHEN DELPHENDAHL - zuletzt aktualisiert: 24.07.2010Düsseldorf (RPO). "Ich freue mich für Kerstin Griese", sagte Bürgermeisterin Dr. Claudia Panke, als sie gestern hörte, dass die SPD-Kreisvorsitzende in den Bundestag nachrückt. "Ich habe gesehen, wie geknickt sie nach der überraschend und sehr knapp verlorenen Wahl war."
Griese werde die Region mit viel Herzblut vertreten, so wie sie es früher schon getan habe. "Und Wülfrath hat wieder die bewährte Ansprechpartnerin." Panke glaubt, dass Griese durch ihre zwischenzeitliche Tätigkeit als Vorstand Sozialpolitik des Diakonischen Werkes für ihre politische Tätigkeit viel an Erfahrungen hinzugewonnen habe.
Freude auch beim Kreis-Geschäftsführer der SPD Peter Zwilling. "Nach der unglücklichen Niederlage ist es schön, dass sie so schnell nachrücken kann." Ihre Rückkehr in den Bundestag sei gut für den Nordkreis. Dort habe sie sich jahrelang reingekniet und viele Menschen kennen sie, sagt der Wülfrather Zwilling. Der Kreis-Geschäftsführer sieht den Kreis Mettmann mit Peer Steinbrück im Süden und Kerstin Griese im Norden für die SPD wieder gut abgedeckt.
Dies stellt auch Manfred Hoffmann, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion, heraus. Griese habe gut für Wülfrath gearbeitet. Sie werde sich sicherlich weiter so einsetzen. Die Wülfrather SPD sei von der Abgeordneten immer gut informiert worden, besonders in der Kinder- und Familienpolitik. "Über neue Ideen oder Pläne hat sie oft mit uns diskutiert."
"Ich finde das klasse, dass Kerstin das macht." Wolfgang Preuß, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins, ist bereits voller Vorfreude auf die Zusammenarbeit. "Jetzt haben wir wieder einen kurzen Draht zu unserer Bundestagsabgeordneten."
Zufrieden über Grieses Nachrücken in den Bundestag ist auch Wülfraths CDU-Vorsitzender Andreas Seidler. "Sie ist eine engagierte Politikerin. Und was ganz wichtig ist: in ihrem Wahlkreis präsent." Zudem seien Wülfrath und Velbert nun wieder mit zwei Bundestagsabgeordneten vertreten. Das könnten nicht so viele Städte von sich sagen.
Der Velberter Peter Beyer hatte bei der Wahl im September für viele überraschend mit 39,8 Prozent gegen Kerstin Griese (35,6 Prozent) das Direktmandat für die CDU geholt. Beim Diakonischen Werk Deutschland fand die 44-Jährige eine neue berufliche Herausforderung. Am Rosenmontag wurde sie in Berlin in ihr Amt als Vorstand Sozialpolitik eingeführt. Ihre politischen Ämter behielt sie: Im November wurde sie wieder in den SPD-Bundesvorstand gewählt und im Juli als Kreisvorsitzende bestätigt.
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