Erkrath: Genuss im Lokschuppen
VON MANFRED MÜSCHENIG - zuletzt aktualisiert: 14.05.2011Düsseldorf (RPO). Spitzenköche aus dem Bergischen bieten auf dem Gelände des Hochdahler Eisenbahnmuseums Menüs mit 18 Gängen. In der Küche verarbeitet werden Produkte aus der Region. Über 200 Gäste werden erwartet.
Die Rheinisch-Bergischen Genusstage finden am 29. Mai auf dem Gelände des Hochdahler Lokschuppens statt. 2009 wurden sie von Ingo Hopmann (Olive, Erkrath), Gregor Marx (Amida, Haan) und Michael Wolff (Pungshaus, Hilden) aus der Taufe gehoben. Ziel sei es, die Gastronomie in der Region zu stärken und zu zeigen, dass auch hier ausgezeichnet gekocht wird, obwohl die beteiligten Küchenchefs noch keine Sterne verliehen bekamen, sagen die Väter der Genusstage.
Dennoch haben sie sich alle schon in der Gastronomieszene einen Namen gemacht, sind in vielen Restaurant-Führern vertreten und drei von ihnen wurden bereits mit dem Tour-de-Menü-Preis ausgezeichnet, unterstreicht Hopmann, Inhaber des Restaurants Olive am Lokschuppen. Vor allem setzen alle Küchenchefs auf die Verwendung von frischen Produkten in der Küche, die möglichst von Erzeugern in der Region kommen.
Leckereien pur
Die Rheinisch-Bergischen Genusstage 2011 finden statt am Sonntag, 29. Mai, von 12 bis 17 Uhr auf dem Gelände des Lokschuppens Hochdahl, Ziegeleiweg 26.
Köche sind Ingo Hopmann und Manuel Matiske (Hopmanns Olive, Erkrath), Gregor Marx (Amida, Haan), Olaf Schweden (Am Zault, Düsseldorf), Thorsten Schöneich (Törtchen Törtchen, Köln), Christoph Suhre (D'Vine, Düsseldorf) und Michael Wolff (Pungshaus, Hilden).
Karten (75 Euro) in den Restaurants und per Internet
Blick in die Küche werfen
So lassen sie sich am 29. Mai nicht nur bei der Zubereitung ihrer kulinarischen Köstlichkeiten über die Schulter schauen, sie geben den Gästen dann auch bereitwillig Auskunft über die Herkunft der Zutaten, verspricht Hopmann. Zum Preis von 75 Euro erhalten die Teilnehmer ein umfassendes 18-Gänge-Menü mit Mineralwasser/Wasser und Kaffee. Auch der Begrüßungssekt ist enthalten, lediglich die übrigen alkoholischen Getränke müssen extra bezahlt werden.
Für den Wein wurde der Winzer Arndt Köbelin aus dem Badischen gewonnen, außerdem ist der Weinstand Dreyer mit spanischen Weinen dabei.
Bei der Zusammenstellung der Speisekarte wird die Vielfalt deutlich, die die Küchenchefs im rheinisch-bergischen Raum ihren Gästen bieten: Es reicht von Gegrillter Lammhüfte über Tatar vom Norweger Lachs auf Sprossen-Salat und Brust vom Schwarzfederhuhn gefüllt mit Riesengarnelen bis hin zu Sate vom Rind mit Ingwer-Gurken-Pickle.
Auch die Desserts wie Nougat mit Lavendelkrokant oder Ananasfruchtgelee mit Anisblüte und Leichter Weißkäse mit Vanillesauce und einem Erdbeer-Stern können sich sehen lassen. Für süße Schleckermäuler sind sicher die Kompositionen von Thorsten Schöneich von dem Patissier Chocolatier Café Törtchen Törtchen in Köln, das mit seinen ausgefallenen Kreationen immer wieder preisgekrönt wird.
Pro Staffel – Vorspeise, Hauptgang und Dessert – stehen jeweils eineinhalb Stunden zur Verfügung, Zeit genug, überall ein bisschen zu probieren und so die besonderen Vorlieben der Küchenchefs kennen zu lernen. Schließlich sei die Veranstaltung auch ein bisschen Werbung fürs eigene Restaurant, räumt Michael Wolff ein. Er jedenfalls konnte im Anschluss an die früheren Genuss-Tage im Lokschuppen viele der Teilnehmer später im Pungshaus in Hilden begrüßen.
Zum Auftakt vor drei Jahren waren noch 150 speisende Teilnehmer dabei, im letzten Jahr kamen bereits etwa 200 und diesmal peilen die Veranstalter "200plus" an. Ingo Hopmann ist zuversichtlich, dass das klappt, denn rund 100 Karten sind bereits vergeben.
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