Erkrath: Genusstage im Lokschuppen
VON BRITTA KRAUSS - zuletzt aktualisiert: 21.05.2010Düsseldorf (RPO). Zum zweiten Mal laden Spitzenköche der Region zum Feinschmecker-Ereignis ein. Die Gäste können zwischen 15 Gerichten wählen. Mit der Tafelrunde wollen die Veranstalter auch einen Beitrag für die Region leisten.
Wenn der Duft von Ananas-Minz-Lamm, Proseccotörtchen und Spanferkelkarree durch die Halle weht, dann soll das nicht nur zahlreiche Feinschmecker aus Erkrath in den Lokschuppen locken, sondern aus der ganzen Region. Rund 200 Gäste aus Düsseldorf, Remscheid und dem Umland erwarten die Veranstalter für die zweiten Rheinisch-Bergischen Genusstage, die "Tafelrunde" am 30. Mai. Fünf namhafte Köche der Region haben sich zusammengetan, um Feinschmeckern an diesem Tag jeweils ein dreigängiges "Flaniermenü" mit passenden Weinen anzubieten. Das heißt: Die Küchenchefs kreieren an ihren Ständen in der Lokschuppen-Halle eine Vorspeise (zum Beispiel Riesengarnele auf Glasnudelsalat), einen Hauptgang (Leberkäse vom Kaninchen) und ein Dessert (Eierlikör-Mohnschmarrn). Die Gäste können in aller Ruhe an den Stationen vorbei flanieren, dem Koch zusehen oder ihn nach Herzenslust ausfragen.
Die Köche
Ingo Hopmann+Manuel Matiske (Olive, Erkrath), Frank Lohmann (Romantikhotel Gravenberg, Langenfeld), Gregor Marx (Amida, Haan), Michael Wolff (Pungshaus, Hilden), Matthias Ludwigs (Törtchen Törtchen, Köln). Beginn 11 Uhr, Karten im VVK für 65 Euro (AK 70) in Restaurants und unter
Essen und austauschen
Überhaupt stünden die Kommunikation und der Austausch bei der Veranstaltung im Vordergrund, sagt Ingo Hopmann, Inhaber des ebenfalls teilnehmenden Restaurants "Hopmanns Olive" und Mitorganisator. "Genussküche" nennen sich die Veranstalter. Dahinter stehen neben Hopmann noch die Grafikerin Maren Hartmann, die Druckfachfrau Andrea Kricek-Hartmann und der Fotograf Dieter Fleischmann. Kennengelernt haben sich die vier – alle bekennende Genießer – in Hopmanns Restaurant. 2006 taten sie sich zusammen und veröffentlichten ein Kochbuch. Dann kam die Idee zu einem Genuss-Event. Dabei sollten zwar gutes Essen und guter Wein im Vordergrund stehen, aber: "Wir wollten auch etwas für die Region tun", sagt Ingo Hopmann. Man wolle den Tourismus im Neandertal voranbringen. Dazu gehöre neben Radfahren auch der Genuss. Und der Bezug zur Region zeigt sich mit Lamm aus Hilden, Erdbeeren aus Mettmann und Rindfleisch aus Haan auch auf der Speisekarte.
Abgehoben und hochgestochen soll das Ganze bei einem Preis von 65 Euro (ohne Wein) aber nicht sein. Für Kinder – für die der Eintritt bis 14 Jahre kostenlos ist – gibt es einen Spielplatz. Der Traum der Genussküche: Die Veranstaltung in den nächsten Jahren etablieren und aus allen Städten des Kreises einen Koch gewinnen. Sie möchten zeigen, dass man auch in Erkrath genießen kann. Maren Hartmann: "Wir wollen weg vom Image der Schlafstadt. Wir sind mehr als nur ein Vorort von Düsseldorf."
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