Mettmann: Goldener Löwe für CD-Regal
VON KLAUS MÜLLER - zuletzt aktualisiert: 02.04.2007Düsseldorf (RPO). Künftige Tischler präsentierten im Berufskolleg Neandertal Kleinmöbel.
Die schönsten Werkstücke der Projektwoche wurden aus handwerklicher und gestalterischer Sicht prämiert.Wer am Wochenende das Foyer des Berufskollegs Neandertal betrat, dem bot sich ein stilvoller Blickfang. Präsentiert wurden dort aus Holz gefertigte Kleinmöbel, die von viel Kreativität und handwerklichem Geschick der Erbauer zeugten. Der Besucher konnten Kleinmöbel verschiedenster Art betrachten. Die Regale, Schränke, Stühle und Bänke, wurden aber nicht von Meisterhand erstellt, sondern es waren Auszubildende des zweiten Tischler-Lehrjahres. Sie setzten sich in einer Projektwoche mit dem Thema „Blickfang“ auseinander. Die schönsten Werkstücke aus handwerklicher und gestalterischer Sicht wurden prämiert.
Gute Formgestaltung
In der Kategorie „handwerkliche Fertigung“ gewann Markus Ljachowski vor den beiden gemeinsamen Zweiten Kevin Loos und Marc Maylahu. Bei der durch eine fachkundige Jury bewertenen Kategorie „gute Formgestaltung“, setzte sich Tobias Schedel, der ein besonderes CD-Regal gebaut und dafür mit dem Bergischen Löwen in Gold ausgezeichnet wurde, vor Julian Stotko und Sascha Nickels durch.
120 Stunden Zeit
In Kürze absolvieren die Tischler und Tischlerinnen im zweiten Ausbildungsjahr ihre Zwischenprüfung mit praktischem und theoretischen Teil.
Im nächsten Jahr steht dann als Abschluss die Gesellenprüfung an.
Für die Anfertigung des Gesellenstückes haben die zukünftigen Tischler 120 Stunden Zeit.
„Viele Gesellen versuchen danach, den Meisterbrief zu erlangen oder nehmen ein Studium auf“, so Lehrer Dirk Roßbach.
„Ich brauchte zu Hause ein neues CD-Regal. Da hatte ich mir gedacht, dass ich dies dann innerhalb der Projektarbeit fertige“, so Preisträger Tobias Schedel. „Ich hatte schon länger vor, etwas handwerkliches zu erlernen. Holz ist ein schönes Material, mit dem man kreativ arbeiten kann. Da lag eine Ausbildung zum Tischler nahe.“
Bernd Einig, Lehrlingswart der Tischler-Innung, lobte die Arbeit der Auszubildenden. „Es ist schon erstaunlich, was die jungen Leute in der Projektwoche geleistet haben.“ Es sei gar nicht so einfach, in einem kurzen Zeitrahmen von nur vier Tagen die Planung, Gestaltung und Herstellung eines Möbelstücks zu schaffen. „Die hervorragende Qualität der gefertigten Stücke zeigt, dass wir uns um guten Nachwuchs bei den Tischlern keine Sorgen machen müssen.“ Dirk Roßbach, Lehrer am Berufskolleg, wies auf die gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Ausbildungsbetrieben bei der Projektwoche hin. „Während die Planungs- und Gestaltungsphase in den ersten beiden Tagen im Berufskolleg erfolgte, wurden an den nächsten beiden Tagen die Kleinmöbel dann im Betrieb gefertigt.“ Für die 32 Schüler/Auszubildenden sei die Projektwoche eine gute Übung für die spätere Gesellenprüfung gewesen.
Schulleiterin Brigitte Schneider machte in ihrer Ansprache deutlich, dass in Zukunft immer mehr Problemlösungskompetenz von den Mitarbeitern in den Betrieben gefragt sei. Die angehenden Tischler hätten bewiesen, dass sie nach einer konkreten Aufgabenstellung ein Problem lösen können.
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport,
Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder,
Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.