Mettmann: Gute Noten für den Bauhof
VON CHRISTOPH ZACHARIAS - zuletzt aktualisiert: 17.08.2006Düsseldorf (RPO). Mettmanner beurteilen das Entsorgungsangebot auf dem Recyclinghof sehr positiv.
Sperrmüll-Blitz wird häufig in Anspruch genommen. Ärger mit den dezentralen Papier-Container-Standorten.Mettmann günstig
Beim Abfallgebühren-Vergleich zwischen 400 Städten und Gemeinden wies der Bund der Steuerzahler in NRW die Stadt Mettmann als einer 30 kostengünstigsten Städte aus.
Zusammen mit Hilden und Ratingen zählt Mettmann zu den günstigsten Gemeinden im Kreis.
Ein dickes Lob zollen die Mettmanner der Abfallentsorgung in der Kreisstadt. Das Ergebnis der Umfrageaktion 2005 im Abfallkalender präsentierten gestern Baubetriebshofleiter Markus Kampe und Abfallberater Wolfgang Orts: 400 Haushalte von 17 000 gaben ihr Votum ab. 91 Prozent bewerteten die Müllabfuhr, also die Abholung von Restmüll, Blauer Tonne, Biotonne und Sperrmüll mit „gut“, lediglich fünf Umfrageteilnehmer sind nicht zufrieden. Die Kritik: „Es werden Tonnen statt Säcke für den Restmüll gewünscht“, sagte Orts. Das Thema ist noch nicht entschieden. Eine Arbeitsgruppe im Rathaus macht sich Gedanken.
Note „sehr gut“
Mit den Noten „sehr gut“ und „hervorragend“ bewerten die Mettmanner das Entsorgungsangebot auf dem Recyclinghof. Gleichermaßen positiv beurteilen fast 95 Prozent die zusätzlichen Serviceangebote wie Containerservice, Abholen von sperrigem Grünschnitt. „Besonders der Sperrmüll-Blitz wird gut angenommen“, so Kampe. Für eine Gebühr von 30 Euro kommen die Müllwerker binnen fünf Werktagen vor die Haustür und nehmen die sperrigen Güter mit. „Normalerweise dauert es vier bis sechs Wochen, bis der Sperrmüll abgeholt wird“, sagt Orts.
Die Mettmanner Abfallexperten haben die Vorschläge aus der Bevölkerung zur Verbesserung des Entsorgungsangebots aufgenommen. Die Stammholz- und CD-Annahme, die Abgabe von Altreifen und von Sperrmüll in kleineren Mengen kommen gut an. Die weiten Wege zu den Containern für den Gelben Sack, so Kampe, hätten nichts mit einem „Kontrollgang“ zu tun (die Mitarbeiter könnten so sehen, was im Gelben Sack ist), sondern seien aus logistischen Gründen zwingend notwendig. „Damit wir Platz auf dem Haupthof haben, mussten wir die Container für den Gelben Sack auf dem zweiten Platz abstellen.“
Die Zahl der Nicht-Mettmanner, die ihren Abfall auf dem Recyclinghof an der Hammerstraße los werden wollen, hat sich nach den Kontrollen verringert. „Wir weisen aber niemanden von außerhalb ab. Er muss dann halt zahlen“, sagt Orts. Ärger gibt’s nach wie vor mit den wilden Müllkippen. „Die existieren immer noch, obwohl viele Dinge, die in die Landschaft gekippt werden, kostenfrei auf dem Recyclinghof abgegeben werden können“, betont der Abfallberater.
Noch offen ist, ob die dezentralen Standorte für die Papier-Container im Stadtgebiet aufgehoben werden oder nicht. „Der Verschmutzungsgrad um die Container herum ist enorm. Außerdem werden dort größere Mengen Verpackungsmaterial abgestellt, das nicht von Privathaushalten, sondern aus Gewerbe stammt“, so Orts.
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