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Wülfrath: Gymnasiasten beeindruckt aus Israel zurück

VON R. MAIROSE-GUNDERMANN - zuletzt aktualisiert: 17.07.2010

Düsseldorf (RPO). Angefüllt mit vielen Eindrücken von Land, Leuten, Beobachtungen, Erlebnissen sind 21 Schüler der Jahrgangsstufe 12/ Israel AG von einer zehntägigen Israelreise zurückgekehrt. "Eine sehr schön ausgewogene Fahrt", resümierte Lehrerin Gabriele Commandeur, die den Schüleraustausch gemeinsam mit Pfarrer Klaus-Peter Rex leitete. "Bei allen wurde das Interesse an Israel geweckt. Dahin würden wir gern wieder fahren", pflichteten ihr Schüler bei. Einige fassten bereits eine Reise nach dem Abi im nächsten Jahr ins Auge.

Die Plastik im Park von Yad Vashem, vor der das  Foto: RPO
Die Plastik im Park von Yad Vashem, vor der das Foto: RPO

Als sehr positiv stellte sich die Beziehung zur neuen Partnerschule dar, der Regional Highschool in Be'er Tuvia. Nach anfänglicher Zurückhaltung gingen die Schüler offen miteinander um – Verständigungssprache war Englisch. Von ihren Gastfamilien fühlten sich die Wülfrather sehr gut aufgenommen. Dass in Israel bereits Sommerferien waren und sie in Be'er Tuvia nicht die Schulbank drücken mussten, kam den Gymnasiasten nicht ganz ungelegen.

Nichtsdestotrotz wurde gemeinsam an dem vom Land NRW geförderten Projekt, "Building Bridges" gearbeitet – einer Wörterbrücke, mit formulierten Zielen wie Mut, Toleranz, Verständigung. Wenn im September der Gegenbesuch aus Israel erfolgt, wird das Pendant, ein Wandgemälde im Gymnasium, vollendet.

Info

Gegenbesuch

Am 19. September erfolgt der Gegenbesuch der israelischen Schüler.

Sechs Tage sind in Wülfrath für Schulbesuch, Projektarbeit, Besichtigungen vorgesehen.

Anschließend steht ein gemeinsamer viertägiger Berlin-Besuch auf dem Programm.

Nach dem problematischen und nicht weitergeführten Austausch mit einer drusischen Schule in Israel, sieht Commandeur eine große Chance, dass die Beziehung zu der Highschool Bestand hat. "Wir hatten auch zu den Kollegen vor Ort sehr guten Kontakt."

Auf dem Reise-Programm standen Baden im Toten Meer, Schlauchboot-Fahren auf dem Jordan, Fußmarsch vor Morgengrauen auf die Feste Masada. Herausragenden Eindruck hinterließ Jerusalem in seiner historischen, religiösen und modernen Vielfalt – mit der Vielzahl ultra-orthodoxer Juden an der Klagemauer einerseits und dem pulsierenden Leben arabischer Händler in Ostjerusalem.

In der Gedenkstätte Yad Vashem ging die Menge an Aktenordner über identifizierte Juden der Shoa besonders nah. "Außerdem gab es viele Ordner über Opfer und Fotos, die nicht zugeordnet werden konnten", erinnern sich Schüler. Die Gruppe suchte das Tal der verlorenen Gemeinden auf, wo auch Namen wie Velbert und Wuppertal in Stein gemeißelt sind, sowie das Denkmal für Janusz Korczak und die mit ihm in Treblinka ermordeten jüdischen Waisenkindern.

Im Kibbuz Maagan gab es Zeit zu Entspannung und WM-Spielen im Fernsehen. Unterstützt von Israelis feuerten die Wülfrather das deutsche Team an. Nur einmal gab es ein Problem. Die Einreisekontrollen ließen die aus Afghanistan stammende Gymnasiastin Awesta Rogh erst nach Intervention von Rex einreisen.

Quelle: RP

 
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