Erkrath: Hans Gruttmann gewählt
VON MONIKA SPANIER - zuletzt aktualisiert: 17.09.2008Düsseldorf (RPO). Die Schulkonferenz des Gymnasiums am Neandertal bestimmt den kommissarischen Chef zum Schulleiter.
Dieser will die Schülervertretung unterstützen überarbeiten und den Ganztag einführen.Hans Gruttmann soll Leiter des Gymnasiums am Neandertal werden. Das hat die Schulkonferenz am Montagabend einstimmig in geheimer Wahl beschlossen. Als Nachfolger von Monika Pfänder, die seit Anfang des Jahres die Deutsche Schule im namibischen Windhuk in Südafrika leitet, war der Pädagoge und bisherige stellvertretende Schulleiter bereits kommissarisch in der neuen Funktion tätig. „Man muss mit meiner Arbeit bisher zufrieden gewesen sein“, kommentierte Gruttmann gestern die Entscheidung des Gremiums.
Vier Bewerbungen gingen ein
Bis zur Änderung des Schulrechtes vor etwa zwei Jahren wurde ein Schulleiter auf Empfehlung der Schulkonferenz (die aber nicht verbindlich war) vom Ausschuss für Schule, Kultur und Sport dem Stadtrat zur Wahl vorgeschlagen. Das neue Recht gibt der Schule mehr Selbstbestimmung. Insgesamt hatten sich drei Männer und eine Frau um die Stelle beworben. Zwei Kandidaten hatten sich innerhalb der Bewerbungsfrist zurückgezogen, da sie anderweitig Chancen wahrnehmen konnten. Der entscheidenden Schulkonferenz gehörten zehn Lehrer, fünf Eltern, fünf Schüler sowie Bürgermeister Arno Werner als stimmberechtigte Mitglieder an und Inge Berkenbusch (FDP) als Vorsitzende des Schulausschusses sowie Marc Hildebrand (CDU) als ihr Stellvertreter in beratender Funktion.
Der neue Chef
Hans Gruttmann ist seit 1991 Lehrer. Im August 2007 wurde er Nachfolger von Manfred Heise und stellvertretender Leiter des Gymnasiums am Neandertal.
Zuvor unterrichtete er an der Gesamtschule Heiligenhaus. Seine Fächer sind Physik und Sport.
Im Januar 2008 übernahm er nach dem Ausscheiden von Schulleiterin Monika Pfänder kommissarisch die Leitung des Erkrather Gymnasiums.
Der Mettmanner stammt aus Westfalen und hat eine Tochter.
„Wir haben gestern die Bezirksregierung informiert“, erklärte Gruttmann. Diese wiederum wird sich bei der Stadt Erkrath melden, die sich innerhalb einer Frist von sechs Wochen erklären muss und ein Vetorecht hat. Hat die Stadt die Entscheidung bestätigt, wird Hans Gruttmann zunächst für eine Probezeit mit der Schulleitung beauftragt. Nach der Bewährungszeit ist er dann Schulleiter auf Lebenszeit. Sobald die Zustimmung für die kommissarische Leitung vorliegt, wird die Stelle für den Stellvertreter ausgeschrieben.
Drei Schwerpunkte sieht Hans Gruttmann für seine Arbeit am Gymnasium am Neandertal mit etwa 800 Schülerinnen und Schülern sowie einem Team von 52 Pädagogen. Er möchte die Arbeit der SV deutlich unterstützen, die nach dem Weggang der Abiturientin Nina Bartz etwas brach liegt. Wegen der gymnasialen Oberstufe müsse das Sprachkonzept dringend überarbeitet werden, da Spanisch nach Festlegung der Abi-Fächer Deutsch, Mathe, Englisch, Französisch, Latein nicht mehr dazu gehöre. Der dritte Schwerpunkt ist das Bemühen, den Ganztag einzuführen. Die Planung hänge von der Entscheidung des Haupt- und Finanzausschusses am 23. Oktober ab. „Wird die Schule als gebundene Ganztagsschule vorgeschlagen? Können wir Geld aus dem 1000-Schulen-Programm für den Mensa-Bau bekommen?“ Das seien die wichtigen Fragen. Auch dann, wenn die Schule nicht Ganztagsbetrieb werde, sei für die Essensausgabe ein Neubau erforderlich.
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