Mettmann: Haus der Diakonie eröffnet
VON CHRISTOPH ZACHARIAS - zuletzt aktualisiert: 19.01.2007Düsseldorf (RPO). Nun ist es offiziell: Superintendent Frank Weber hat gestern symbolisch den Schlüssel für das Haus der Diakonie an den Geschäftsführer Michael Reichelt übergeben. Seit August 2006 arbeiten die 20 Mitarbeiter im Haus an der Bismarckstraße 39. Durch den Umzug der Polizei in die neue Kreispolizeibehörde am Peckhaus waren drei Stockwerke und das Erdgeschoss im Gebäude frei geworden. Das Haus wurde Anfang der 70er Jahre erbaut und gehört dem Kirchenkreis.
„Die Diakonie saß in der Vergangenheit an drei Stellen in Mettmann“, sagt Reichelt. An der Goethestraße 12 befand sich die Ehe-, Familien und Lebensberatung, an der Düsseldorfer Straße 12 die Stelle der Müttergenesung und die Diakoniestation und an der Düsseldorfer Straße 9 die Schuldnerberatung.
„Wir sind froh, dass wir nun unter einem Dach sitzen. Denn die Kommunikationswege sind kürzer, außerdem brauchen wir keine drei Verwaltungen mehr“, sagt Michael Reichelt.
Neue Leitungen verlegt
Die Diakonie hat ihre Dienststellen auf 450 Quadratmetern jetzt im Erdgeschoss und im 1. und im 2. Obergeschoss bezogen. Sämtliche sanitären Einrichtungen sind erneuert worden, Wände wurden ersetzt, neue Leitungen verlegt. Das 3. OG wird für Wohnungen umgebaut, im Dachgeschoss leben bereits seit vielen Jahren Mieter.
Tafel und Eheberatung
Die Diakonie bietet folgende Angebote an: Jugendhilfe, Mettmanner Tafel, Kleiderkammer, Ehe- und Familienberatung, Schuldnerberatung, gesetzliche Betreuung und Erholungswerk.
Das Haus der Diakonie befindet sich an der Bismarckstraße 39, Tel. 02104-2335311.
Die Bedeutung der Diakonie mit ihren Aufgabenfeldern wächst. Die Zahl der Bedürftigen und Ratsuchenden in der Gesellschaft ist in den letzten Jahren gestiegen, sagte Superintendent Frank Weber. In der Ehe- und Familienberatung wird Menschen geholfen, die Beziehungsprobleme haben oder sich trennen oder scheiden lassen wollen. Auch die Schuldner- und Insolvenzberatung wird häufig in Anspruch genommen. Mit Unterstützung wird ein Entschuldungs- und Zahlungskonzept erarbeitet und allen Gläubigern zur Entscheidung vorgelegt.
Landrat Thomas Hendele sprach in seinem Grußwort von einer „guten Karriere“, die das Haus gemacht habe. Es bestünden nun die Möglichkeit, das Corpsgeist und Wir-Gefühl wachsen könnten.
Bürgermeister Bodo Nowodworski nannte das Verhältnis Stadt und Diakonie „vorbildlich“. Er erinnerte an das Engagement der Diakonie in der Offenen Ganztagsgrundschule in Mettmann.
Pfarrer Andreas Müller hatte zuvor eine Andacht gehalten und allen Mitarbeitern eine glückliche Hand für ihre Aufgaben gewünscht.
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