Erkrath: Hochdahler Markt: Mehr Polizei gefordert
zuletzt aktualisiert: 25.02.2008Düsseldorf (RPO). „Wir wünschen uns mehr Präsenz von uniformierten Beamten“, waren sich die Besucher der Diskussionsrunde „Innere Sicherheit“ des Bürgervereins Hochdahl im Rosenhof Hochdahl einig.
Besonders der Hochdahler Markt, der Arkardenplatz und die Gegend um die Bergstraße sind nach Ansicht der Bürger „gefährliche Fleckchen“, sobald es dunkel wird. „Auf dem Markt treibt sich nachts ein Gesindel rum“, erklärte ein aufgebrachter Anwohner. „Ich verständige oft die Polizei, aber da hört man meistens nur, das gerade kein Wagen frei sei.“ Das Vertrauen in die Polizeiarbeit schien auch bei weiteren Gästen nicht sonderlich hoch zu sein. So hatten einige gar kein Verständnis, dass Hauptkommissar Werner Heidrich (Leiter der Erkrather Polizei), der zusammen mit Sylke Sackermann, Leiterin der Bürger- und Ordnungsamtes zur Diskussionsrunde eingeladen war, sich aufgrund eines Polizeieinsatzes kurzfristig entschuldigen musste. Stattdessen stand Sackermann nun in der Bredouille, auch in Sachen Straftaten Rede und Antwort stehen zu müssen.
Neue Uniformen abgelehnt
„Viele haben ein subjektives Unsicherheitsempfinden“, erklärte Helmut Schillians, Vorstandsmitglied des Bürgervereins. „Es wirkt, als gebe es kaum noch Streifenpolizisten, besonders Abends nicht.“ Aber auch die Mitarbeit vom Ordnungsamt sollen verstärkte Präsenz zeigen, wünschen sich die Besucher. „Es müssen junge, kräftige Kerle sein, die potenziellen Tätern angsteinflößend wirken“, äußert ein Mann. Das Ordnungsamt hat momentan etwa 30 Mitarbeiter, von denen ein Teil im Außendienst beschäftigt ist. Nach 18 Uhr sieht die Situation allerdings schlecht aus. „Einsätze außerhalb der momentanen Dienstzeit sind bei im öffentlichen Dienst Beschäftigten schwer akzeptabel“, weiß Sackermann. Bei Neueinstellungen könnten eventuell bestimmte Klauseln Abhilfe schaffen. Für Verwirrung sorgen auch die neuen, dunkelblauen Polizeiuniformen im Kreis Mettmann. „Jetzt sehen Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt alle gleich aus“, beschwert sich eine Dame und erntet große Zustimmung. „Die blauen Uniformen sind ein Graus.“ Bärbel Auer, Vorsitzende des Bürgerverein resümierte zum Abschluss treffend: „Wir werden diesbezüglich bei der Verwaltung nicht lockerlassen.
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