Erkrath: Im Dienst von alten Menschen
zuletzt aktualisiert: 15.10.2007Düsseldorf (RPO). Das Haus Bavier der Evangelischen Kirche feiert Jubiläum: 40 Jahre Innovation. Die stellvertretende Heimleiterin Petra Frenkler und Silvia Usiayo, die Leiterin des Sozialen Dienstes, erinnern an Entwicklungen.
Den 40. Jahrestag seiner Gründung feiert das Evangelische Altenheim Haus Bavier am 28. Oktober von 11-17 Uhr mit einem „Tag der Offenen Tür“. Heimleiter Jürgen Feuersänger stellt die Feier unter das Motto „40 Jahre Haus Bavier, 40 Jahre Entwicklung, 40 Jahre Innovation“. Über die grundlegenden Veränderungen in 40 Jahren Altenpflege sprach Gundel Seibel mit der stellvertretenden Heimleiterin Petra Frenkler und der Leiterin im Sozialen Dienst, Silvia Usiayo.
Apropos Innovation: Was hat sich in 40 Jahren Altenpflege verändert?
Frenkler Die Altenpflege hat sich zu einem eigenständigen Berufsbild entwickelt. Der Fachkräfteanteil in unserem Hause ist wesentlich höher als vor 40 Jahren. Früher kamen überwiegend ältere, alleinstehende, pflegebedürftige Frauen ins Altenheim. Nicht die Pflege, sondern die Versorgung stand am Anfang im Vordergrund. Für pflegebedürftige Bewohner gab es eine extra Pflegestation. Das ist heute nicht mehr so. Die Anzahl der pflegebedürftigen Bewohner ist heute wesentlich höher geworden, weil nur noch sehr alte, ausschließlich kranke und dementiell veränderte Menschen ins Heim kommen. Auch jüngere durch Krankheit Schwerstpflegebedürftige kommen ins Haus, weil es für diese Menschen zu wenige andere Versorgungsmöglichkeiten gibt.
Diakonie-Siegel Pflege
Haus Bavier hat rund 80 ehrenamtliche Mitarbeiter.
Der Förderkreis Haus Bavier hat auch etwa 80 Mitglieder.
Das Heim ist seit 2004 mit dem „Diakonie-Siegel Pflege“ zertifiziert.
Haben sich auch die Bedürfnisse der Heimbewohner verändert?
Usiayo Die Bedürfnisse der Heimbewohner haben sich nicht verändert, aber die Sichtweise der Mitarbeiter. Der Mensch wird heute in seiner Ganzheitlichkeit, das heißt in Einheit von Körper, Geist und Seele, wahrgenommen. Außerdem werden unsere Mitarbeiter heute umfangreicher geschult und fortgebildet als früher.
Welche Erfahrungen haben Sie mit den Kurzzeitpflege-Patienten und wer profitiert davon?
Frenkler Wir haben durchgehend sehr gute Erfahrungen mit Kurzzeitpflegegästen. Sie kommen gerne wieder zu uns und entscheiden sich häufig für eine Heimaufnahme. Die Angehörigen profitieren von der professionellen Pflege und können diese Zeit zur Erholung nutzen.
Welche Angebote machen Sie Heimbewohnern und Besuchern zum 40. Geburtstag am Tag der Offenen Tür?
Usiayo Neben den traditionell schon sehr beliebten und umfangreichen Angeboten aus unserer Küche, die für uns selbstverständlich sind, werden Mitarbeiter unserer beiden Häuser Bavier und Bodelschwingh demonstrieren, wie heute unsere vorgegebenen Ziele umgesetzt werden. Das wird spannend. Wir wollen noch mehr „Farbe“ ins Haus bringen und wollen zeigen, wie wir den Alltag unserer Bewohner noch angenehmer machen können, indem wir sinnvoll strukturieren. Außerdem ist die würdevolle Begleitung sterbender Menschen immer wieder ein ganz wichtiges Thema.
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