Mettmann: In Mettmann fehlen 20 Wartehäuschen
VON MANFRED MÜSCHENIG - zuletzt aktualisiert: 10.01.2008Düsseldorf (RPO). Da investiere die Stadt viele Millionen Euro in eine neue Sportanlage am HHG und für ein paar Wartehäuschen an den Haltestellen sei kein Geld da. Warum also nicht ein wenig von der großen Summe abzweigen und davon zumindest im Umfeld der Sportstätten neue Wartehäuschen aufstellen, regte ein Teilnehmer bei der Versammlung des Bürgervereins Metzkausen an, in der es vorrangig ums Thema Wartehäuschen ging. So einfach gehe das aber nicht, erläuterte Fachbereichsleiter Kurt-Werner Geschorec, der vom Bürgerverein eingeladen worden war. Schließlich sei der Bau dieser Großsportanlage nur möglich geworden, weil es Sportfördermittel dafür gab und der Erlös aus dem Verkauf des Sportgeländes am Stadtwald ebenfalls eingebracht wird. Diese Mittel könnten nicht einfach anderweitig verwendet werden.
Schon mehrmals hatte sich der Bürgerverein Metzkausen des Themas Wartehallen angenommen, bislang ohne Erfolg. Natürlich könne die Kommune auf eigene Kosten weitere Häuschen aufstellen, die schon zum Stückpreis ab 3000 Euro aufwärts zu haben seien, erläuterte Geschorec. Aber solange die Stadt sich im Nothaushalt befinde, dürfe sie für solche freiwilligen Leistungen eigentlich kein Geld ausgeben. Wartehäuschen aufzustellen sei nun mal keine Aufgabe, die auf jeden Fall erledigt werden müsse.
Eine Wende könnten möglicherweise die Verhandlungen über einen neuen Vertrag mit einem Städtewerbungsunternehmen bringen. Der dazu bestehende Vertrag mit der früheren DSM, die inzwischen von der Firma Stroeer in Köln übernommen wurde, läuft nämlich 2009 aus, erläuterte Geschorec. DSM habe bereits mehr Hallen aufgestellt als im Vertrag vorgesehen war, setze aber bei den Standorten mehr auf Durchgangsstraßen. Schließlich finanziert das Unternehmen seine Hallen sowie Wartung und Reparaturen durch Werbung. Und aus Werbesicht hätten die Straßen im eher beschaulichen Metzkausen wohl nicht den Stellenwert wie die B 7. Vielleicht bringt die Vertragsverlängerung oder ein Wechsel des Anbieters – die Stadt will jedenfalls nicht nur mit einem verhandeln – neue Wartehallen in Mettmann. Insgesamt fehlen etwa 20 in der Stadt, räumte Geschorec ein. In Metzkausen stehen vor allem die Haltestellen Kribbenheide sowie Am Hügel/Homberger Straße und Am Hügel/Hasseler Straße ganz oben auf der Wunschliste des Bürgervereins, betonte Vorstandsmitglied Franzjosef Schmidt. Und an der Florastraße gebe es auf dem freien Feld eine Haltestelle, an der kaum noch jemand einsteigt. „Da fliegt man ja weg, da müsste auch dringend eine Wartehalle hin“
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