Mettmann: Installateur im Dauereinsatz
VON KLAUS MÜLLER - zuletzt aktualisiert: 08.02.2012Mettmann (RP). Türen an S-Bahnen vereisen Defekte Heizungen und geplatzte Wasserrohre machen derzeit den Installateuren das Leben schwer. Während der anhaltenden Frostperiode hat jeder Mann Notdienst. Die Kunden erwarten eine schnelle Reparatur.
Seit Tagen hat uns die klirrende Kälte im Griff. So langsam hat man sich daran gewöhnt. Die Folgen für viele Heizungsanlagen und Wasserleitungen sind jedoch gravierend. Für die Innung Sanitär, Heizung, Klima bedeutet der extreme Kälteeinbruch Hochkonjunktur. Das bestätigt Sekretärin Claudia Leppak von der Wülfrather Klempnerei Jörg Teichmann. "Wir sind völlig ausgelastet. Die Monteure sind dauernd im Einsatz. Aufgrund der vielen Heizungs- und Leitungsschäden haben wir unseren Notdienst deutlich ausgeweitet."
Im Büro des Mettmanner Heizungs- und Sanitärmeisters Martin Preuß klingelt laufend das Telefon. "Die Leute rufen ganz aufgeregt an, wenn bei ihnen die Heizung ausfällt. Sie beruhigen sich, wenn ich ihnen versichere, dass umgehend ein Monteur vorbeikommt", sagt Sekretärin Anja Lucas. Martin Preuß weist darauf hin, dass er zusichern kann, dass binnen weniger Minuten ein Monteur für Abhilfe sorgen kann. "Ich habe ein GPS-System. Mit dem kann ich nachverfolgen, ob sich gerade eines unserer elf Einsatzfahrzeuge in Nähe des Kunden befindet. Dann wird der Monteur umgehend aufgefordert, den Schaden beim Kunden zu beheben."
Heizung geht nicht aus
Trotz des enormen Stresses, den Handwerksmeister Martin Preuß derzeit hat, bleibt ihm Zeit für eine Anekdote.
"Es rufen in diesen Tagen tatsächlich Leute an, die beklagen, dass ihre Heizung nicht mehr ausgeht und bitten um Reparatur."
Denen sage er, dieses Problem werde nach der Kälteperiode gelöst und lächelt vielsagend.
18 Stunden Dienst am Tag
Dabei macht der erfahrene Inhaber des Heizungs- und Sanitärbetriebes deutlich, dass die Behebung von defekten Heizungen und Leitungsschäden derzeit absolut Vorrang haben. "Da gibt's bei uns eine klare Priorität." Der Handwerksmeister lässt keinen Zweifel daran, dass im Gegensatz zu Normalzeiten in diesen Tagen alle Monteure Notdienst haben. "Das führt dazu, dass viele meiner insgesamt 24 Mitarbeiter am Tag rund 18 Stunden Dienst schieben müssen." Er wisse, dass dies an die Substanz gehe und die Familien viel Verständnis aufbringen müssen.
Monteur Pascal Dörfler ist einer dieser Mitarbeiter, die eine Menge Überstunden leisten müssen. "Wir haben eine Kältewelle. Da weiß ich, dass ich als Installateur gefordert bin. Die Kunden sind einem aber dankbar, wenn wir umgehend ihre Heizungsanlage wieder in Schuss bringen oder die eingefrorene Wasserleitung auftauen."
Nicht immer gelingt es den Monteuren jedoch, die Schäden sofort zu beseitigen. "Wenn am Wochenende die Heizung ausfällt und wir nicht umgehend die notwenigen Reparaturteile besorgen können, stellen wir den Kunden eine Ersatzheizung zur Verfügung", nennt Martin Preuß einen Firmen-Service.
Bei der Firma Reys Sanitär- und Heizungstechnik in Erkrath war kein Monteur zu erreichen. "Wir haben zehn Monteure, die sind alle beim Kunden, um Schäden zu reparieren", sagt die kaufmännische Mitarbeiterin Marion Koch. "Hier klingelt alle zwei Minuten das Telefon, weil eine Heizungsanlage ausgefallen, eine Wasserleitung defekt oder ein Rohr gebrochen ist."
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