Mettmann: „Ist der Schlämmer echt?“
VON CHRISTIAN SCHROEDER - zuletzt aktualisiert: 19.02.2007Düsseldorf (RPO). Rund 700 Gäste erlebten am Samstag in der Neandertalhalle die Karnevalsparty von Mettmann Sport. Das Programm war kurz, aber gefeiert wurde bis in den frühen Morgen. Höhepunkt war die Moderator-Parodie.
Und dafür bekommt der Mann auch noch Gage? Dafür, dass er am laufenden Band die Mädels anbaggert, mit ihnen Kurze weggschlürft und dazu überreden will, mit hinter die Bühne zu kommen? Und sich dauernd so unappetitlich schnäuzt? Nein, dieser Horst Schlämmer! So wie Fernsehdeutschland den von Hape Kerkeling gemimten Lokalredakteur kennt, so stand die ulkige Figur am Samstag als Moderator auf der Bühne der Karnevalsparty von Mettmann-Sport in der Neandertalhalle. Und Schlämmer war so original unbeholfen und unverschämt, dass einige Gäste ganz vorsichtig fragten: „Ist das jetzt der Echte?“
Doppelgänger
Moderator Horst Schlämmer war übrigens nicht alleine mit dieser Figur:
Ein Gast der Party in der Stadthalle hatte sich ebenfalls die Kostümierung mit grauen Anzug, Perücke und der kleinen, braunen Ledertasche ausgesucht.
Nein, unter Perücke und hinter der dicken Brille verbarg sich Konrad Hermann. Aber seine Parodie war sicherlich die beste des gesamten Abends. Traditionell setzte sich das Programm aus Star-Imitationen und Playback-Nummern zusammen. Damit ist die MSC-Party (der Vorgänger der Mettmann-Sport-Party) groß und zur stimmungsvollsten Fete der ganzen Stadt geworden.
Obgleich nach der Fusion wesentlich mehr Sportler „im Boot“ sind und das Potenzial für ein Bühnenprogramm eigentlich größer geworden sein müsste, ist die Länge des Show-Teils zurückgegangen.
„Wir haben erst sehr spät mit den Proben begonnen“, sagt Anja Schneider, die seit über 15 das Programm der (MSC-)Party organisiert. Außerdem spielten sich die Absprachen, welche Abteilung was aufführt, früher innerhalb eines absolut eingespielten Teams ab. Obgleich ME-Sport jetzt ein Verein ist, gibt es teilweise noch Gruppenbildungen, und nicht alles harmoniert so, wie es könnte.
Zum Beispiel so: Marcus „Bibo“ Flieter (früher MSC) und Marc Markovic (ehemals TSV Metzkausen) sangen als King Rocko Schamoni und Michael Holm den Schlager „Mendocino“ – und zwar live. Keine Playback-Nummer! „Dat war ja jetz ehrlisch wat für misch!“, freute sich hinterher Horst Schlämmer, der mit der Gruppe vorher nämlich gar nichts hatte anfangen können: Philip, Jan, Tim und Florian waren als Stars der bekannten Teenie-Band „Tokio Hotel“ aufgetreten. „Dat ist doch keine Frisur“, schimpfte der Moderator den Sänger aus, dessen Haare zu Berge standen wie die des Originals Bill Kaulitz.
Und wenn schon eine Boy-Group a la Tokio Hotel da ist, können ja auch die Mädels von Monrose nicht weit sein: Schön, dass eine der Zicken von einem männlichen Darsteller gemimt wurde!
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