Mettmann: IT-Pool für die Schulen
VON PETRA CZYPEREK - zuletzt aktualisiert: 28.05.2009Düsseldorf (RPO). Hilden, Erkrath und Monheim haben seit 2007 eine Kooperationsvereinbarung für den IT-Bereich. Die Bürgermeister unterzeichnen den Vertrag.
Erkrath und Hilden arbeiten jetzt auch an den Schulen zusammen. 1350 PC-Systeme werden zusammengefasst.Erkrath/Hilden Ob es um die Medienplanung für den Unterricht geht, die Beschaffung der Hardware oder Reparaturen an den Rechnern: Seit kurzer Zeit kooperieren die Städte Erkrath und Hilden im schulischen IT-Bereich. Die beiden Bürgermeister Günter Scheib (Hilden) und Arno Werner (Erkrath) sowie der Beigeordnete Norbert Danscheid (Hilden) und der Kämmerer Heribert Schiefer (Erkrath) unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung.
Neue Stelle geschaffen
Dafür wird eine neue Stelle im Hildener Hauptamt geschaffen. Die Kosten für den zentralen IT-Pool teilen sich Hilden und Erkrath. Guido Müntz koordiniert die Einsätze. Bereits seit 2001 werden von dort aus alle Aufgaben zum Einsatz der Informationstechnik an den 15 Hildener Grund- und weiterführenden Schulen mit rund 700 PC-Systemen und 35 Netzwerkservern wahrgenommen. Jede Schule hat zwei getrennte Netzwerke, eines für Lehrer und Schüler, das zweite für die Verwaltung. 1,5 Stellen gab es dafür bisher, jetzt sind es 2,5.
Gemeinsam sparen
Die jetzt startende Kooperation mit Erkrath ist bereits das dritte Projekt im Rahmen der IT-Kooperation zwischen den Städten Erkrath, Hilden und Monheim.
2007 konnten durch das gemeinsam angeschaffte und in Monheim betriebene Informationsregister die Anschaffungskosten sowie der Betreuungsaufwand deutlich reduziert werden.
2008 wurden durch die gemeinsame Beschaffung von Netzwerkkomponenten rund 60 000 Euro gespart.
Der Hildener Bürgermeister Günter Scheib lobte vor Journalisten die Zusammenarbeit: "Mit Erkrath haben wir einen guten Partner gefunden." Ziel der Kooperation seien "intelligente Einsparungen". Und der Erkrather Bürgermeister Arno Werner ergänzte, die große Lösung – nämlich eine kreisweite Kooperation – ließe sich nicht umsetzen, weil man nicht alle zehn Städte auf einen Nenner habe bringen können. Monheim wolle vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt einsteigen. Der Gänselieselstadt fehle bislang die notwendige Infrastruktur, erklärte Norbert Danscheidt. Eine Kooperation setze nun einmal einheitliche Strukturen voraus. In Hilden und Erkrath seien dieselben Betriebssysteme installiert, erklärte Guido Müntz.
Kümmerte sich in den Anfängen des Computereinsatzes an Schulen "ein Freak unter den Kollegen" um Vernetzung und Reparaturen, so sei mittlerweile die Zahl der Rechner so groß, dass dies niemand mehr nebenbei leisten könne, betonte Günter Scheib. In Erkrath bediente sich die Verwaltung bisher Dritter, weil das notwendige Know-How in den eigenen Reihen fehlte. Die Lücke wird jetzt mit der Kooperation geschlossen.
In Erkrath sind bisher nur die sieben weiterführenden Schulen an der gleichen standardisierten Netzwerkverbindung angeschlossen wie Hilden, allerdings ohne die Schulverwaltung. Erkrath ist als Schulträger für 15 Schulen an 17 Standorten mit insgesamt 650 PC-Systemen zuständig.
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