Wülfrath: Jäger erzählen über den Wald
VON FLORIAN TESCHE - zuletzt aktualisiert: 07.06.2010Düsseldorf (RPO). Beim zweiten Familientag Natur und Jagd freut sich der Hegering Wülfrath über starken Andrang der Besucher.
Eine Falknerin berichtet Kindern über ihre faszinierende Arbeit mit den Vögeln.Uli Specht lächelte glücklich, als er gestern auf der Anlage des Reitsportzentrums Volmer sonnengeschützt unter einer Bierzeltgarnitur Auskunft über die Tätigkeiten des Hegerings Wülfrath gab. "Sieht gut aus", ließ er verlauten. Der zweite "Familientag Natur und Jagd" war erst eine Stunde im Gange, als die Parkplätze schon knapp wurden und sich erste Menschentrauben vor den Ess- und Getränkeständen bildeten. "Wir hoffen, die Besucherzahl aus dem Jahr 2007 deutlich toppen zu können", sagte Specht. Damals waren 10 000 Menschen auf die Reitanlage an der Bergstraße geströmt.
"Wir haben den Familientag diesmal bewusst mit Wülfrath pro zusammen geplant und ihn gemeinsam mit der Gourmetmeile stattfinden lassen." Ein Konzept, das fruchtete. Viele Familien machten Ausflüge zu beiden Großveranstaltungen. Langeweile war beim Familientag ein Fremdwort. Ein Sattler und ein Schmied gewährten Einblick in ihre Arbeit.
Hegering Wülfrath
Der zweite Familientag Natur und Jagd war eine Veranstaltung der Kreisjägerschaft Düsseldorf und Mettmann.
Federführend wurde mit der Ausrichtung der Hegering Wülfrath betraut.
Die Jäger sorgen für einen gesunden Wildbestand. Der Ring hat 80 Mitglieder, davon elf Frauen.
Ruf der Hirsche immitiert
Immo Ortlepp, Deutscher Meister im Hirschrufen, sorgte für Lacher mit seinem Programm "Stimmen des Waldes". Eine Agility-Gruppe (Hundeparcours) führte die Früchte intensiven Trainings mit den Vierbeinern vor. Da war auch Fernsehmoderator Björn-Hergen Schimpf gespannt, der durch das abwechslungsreiche Programm führte: "So etwas habe ich auch noch nicht live gesehen." Das musikalische Rahmenprogramm wurde vom Jagdhornbläserkorps Leo Fehrenberg gestaltet. Bei den Kleinen kamen natürlich Tiere zum Anfassen besonders gut an. Nikola Kwidzinski musste mit Tochter Lotta (6) und Pflegekind Lina (1) bei Uhu Ivan pausieren. Lotta nahm mit einigen Vorschulkindern bereits beim Programm der rollenden Waldschule des Hegerings teil. So recht traute sie sich Ivan aber noch nicht anzufassen, ganz im Gegenteil zu Nina (7), der Tochter von Falknerin Uta Wittekind. Sie ist den Umgang mit Greifvögeln von klein an gewohnt.
"Mein Lieblingsgreifvogel ist der Wüstenhabicht. Der kann ganze Schlangen und Eidechsen verschlingen, obwohl er gar nicht so riesig ist", erzählte sie. Ihre Mutter darf sich seit März offiziell Falknerin nennen. Hinter ihr liegt eine anderthalbjährige Ausbildung, in der sie neben dem Falknerschein auch einen Jagdschein machen musste. "Die Arbeit mit den Tieren ist einfach faszinierend. Vor allem die Uhus begeistern mich", so Uta Wittekind mit Blick auf Ivan. "Schon als Kind habe ich Uhu-Figuren gesammelt", fügt sie hinzu, bevor die nächsten wissbegierigen Kinder sich um den Waldvogel scharen. Für Uli Specht ist das Ziel des Familientags erreicht: "Uns ging es darum, gegen das Unwissen von Kindern über die Natur anzugehen."
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