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Mettmann: Kampf den Einbrechern

VON JÜRGEN FISCHER - zuletzt aktualisiert: 04.11.2008

Düsseldorf (RPO). Die Mettmanner Kreispolizei will in der dunklen Jahreszeit verstärkt gegen die Täter vorgehen.

Kontrollen in betroffenen Gebieten sollen verstärkt werden. Die Bürger können selbst viel tun, um sich zu schützen.
Einbrecher stehen unter Zeitdruck. Stabile, verschlossene Türen und Fenster sind ein wirksames Mittel gegen ungebetenen Besuch.  Foto: RPO
Einbrecher stehen unter Zeitdruck. Stabile, verschlossene Türen und Fenster sind ein wirksames Mittel gegen ungebetenen Besuch. Foto: RPO

Gegen Einbrecher will die Mettmanner Polizei jetzt in der dunklen Jahreszeit intensiv vorgehen. Durch operative Maßnahmen soll gewährleistet werden, dass die Beamten besonders schnell am jeweiligen Tatort sind. Das Personal zur Aufnahme des Befunds am Tatort wird verstärkt, vorbeugende Beratung und Öffentlichkeitsarbeit sollen das Bewusstsein der Bürger schärfen und durch intensive Beratung soll Bürgern gesagt werden, wie sie sich schützen können. Dazu wird in den nächsten vier Monaten ein Beratungsbus eingesetzt, der zu den Bürgern kommt.

In der Bekämpfung von Einbrechern hat die Polizei bereits deutliche Erfolge erzielt. So sank die Zahl der Einbrüche von bis zu 1900 jährlich in den 90er Jahren auf heute 1000 bis 1200. „Doch dies hilft den Opfern nicht“, sagte gestern Landrat Thomas Hendele in der Polizeizentrale in Mettmann-West. „Jeder Einbruch ist ein Einbruch zuviel.“ Wobei es nicht nur um den materiellen Schaden geht. Viele Opfer leiden psychisch unter der harten Erkenntnis, dass ein Wildfremder in ihren intimsten Lebensbereich eingedrungen ist.

Info

Fenster und Türen zu

1149 Einbrüche und Einbruchsversuche wurden 2007 im Kreis Mettmann gezählt.

In vier von zehn Fällen bleibt es beim Versuch.

Nur jeden zehnten Einbruch kann die Polizei aufklären.

Wichtige Gegenmaßnahmen, die nichts kosten: Kontrolle durch Nachbarn, Fenster und Türen fest schließen – auch bei nur kurzer Abwesenheit.

Einbrecher lieben die dunkle Jahreszeit. Vor allem die späten Nachmittage, wenn die Abwesenheit von Hausbewohnern leicht zu erkennen ist: Die Wohnung ist dunkel. Da es noch früh am Abend ist, schlafen die Bewohner mit ziemlicher Sicherheit nicht, sondern sind nicht zu Hause. Kripodirektor Dirk Druyen weiß ein einfaches Mittel dagegen: Bei ihm zu Hause geht das Licht elektronisch gesteuert an, wenn er nicht da ist.

Landrat Hendele weist die Bürger auf ein anderes bewährtes Mittel hin: Nachbarn achten aufeinander beziehungsweise auf die Wohnung oder das Haus des anderen. Sie sprechen unbekannte Personen, die sich im Umfeld aufhalten, an und fragen nach deren Absichten oder rufen gleich die Polizei über die „Hotline“ 110, wenn ihnen etwas verdächtig vorkommt.

Die Polizei will in den nächsten Wochen gezielt in betroffenen Wohngebieten verstärkt wachen. Bei routinemäßigen Verkehrskontrollen wird darauf geachtet, ob Fahrten im Zusammenhang mit einem Wohnungseinbruch stehen könnten. Ortsansässige, polizeibekannte Täter haben ebenfalls mit Kontrollen zu rechnen.

Fotos
Foto: RPO
Die für Vorbeugung zuständige Susanne Wiescher, Kripo-Direktor Dirk Druyen und Landrat Thomas Hendele. Foto: RPO
Quelle: RP

 
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