Kommentar: Keinen Alleingang beim Neandersteig
zuletzt aktualisiert: 08.09.2010Düsseldorf (RPO). Die Rechnung, die Friedhelm Reusch aufmacht, sieht gut aus: Um 210 Kilometer Neanderland-Steig zu bekommen, muss der Kreis 675 000 Euro aufwenden. Normal würden 200 Kilometer zwei Millionen Euro kosten, doch die meisten Wege sind ja schon da. Andererseits rechnet er mit Geld, das die Gäste in unseren Städten lassen könnten: in Gaststätten und Hotellerie, Kultureinrichtungen, für Nahrungs- und Genussmittel und mehr. Nach den Erfahrungen etwa des Rothaarsteigs bringen 500 000 Wanderer auf 100 Kilometer sechs Millionen Euro im Jahr. Kommen vorsichtig geschätzt nur 100 000, wäre es immer noch eine Million. Damit wären die Investitionen gut angelegtes Geld. Nun ist der Kreis Mettmann nicht das Rothaargebirge. Dafür hat er an kulturelle Einrichtungen zu bieten. Einen Versuch ist es wert, das Konzept ist schlüssig, das Risiko nicht hoch. In jedem Fall haben die Mettmanner ein besseres Wanderwegenetz als heute. Wichtig ist, dass alle Städte sich über das Ziel einig sind. Einen Alleingang kann der Kreis sich nicht leisten. Denn zahlen müssen letztlich die Städte. FIS
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