Wülfrath: Kinder freuen sich mit Bildern
VON NINA BOSSY - zuletzt aktualisiert: 23.02.2012Wülfrath (RP). Der Wunschbaum des Real-Markts beschert 47 Jungen und Mädchen Geschenke. Die Bergische Diakonie Aprath dankt den Spendern im Namen der Kinder und ihrer Familien.
"Keine Müh' haben Sie gescheut und haben unsere Herzen sehr erfreut. Die schöne Vielfalt aus Geschenken zeigt, dass sie an uns denken. Drum schicken wir auf diese Weise unseren Dank nun auf die Reise." Mit diesem kleinen Gedicht und bunt gemalten Bildern bedankten sich 47 in der Bergischen Diakonie betreute Kinder, die bei der Weihnachtsaktion "Wunschbaum" im Real-Markt Wülfrath von Kunden und Mitarbeitern beschenkt wurden. Hilde Benninghof-Giese überreichte stellvertretend für die benachteiligten Jungen und Mädchen die Danksagungen an Marktleiter Martin Zingel.
Die Abteilungsleiterin der Kinder- und Jugendhilfe der Bergischen Diakonie weiß die zahlreiche Hilfe der Wülfrather zu schätzen: "Viele Familien, die wir betreuen, haben kaum Möglichkeit, Wünsche ihrer Kinder zu erfüllen. Daher möchte ich im Namen dieser Familien den Spendern ein herzliches Dankeschön aussprechen." Schenken und beschenkt werden – in vielen Wülfrather Familien fehle es dafür an den finanziellen Möglichkeiten. Die Bergische Diakonie könne zwar nicht die finanzielle Not lindern, aber zumindest betroffenen Familien in solch schweren Zeiten beiseite stehen.
Beratungsstelle
Die Beratungsstelle der Bergischen Diakonie Aprath für Eltern, Kinder und Jugendliche befindet sich seit Mai 2012 im Rathaus. Adresse Am Rathaus 1, 42489 Wülfrath.
Die Beratungsstelle hält ein umfangreiches Angebot für die Bewältigung schwieriger Lebenssituationen vor.
Fragen/Anmeldung unter Tel. 02058-913060, montags-donnerstags 14-16 Uhr, freitags 11.30-13 Uhr.
E-Mail ebwue@bergische-diakonie.de.
Eltern werden unterstützt
"Die Kinder, die im Rahmen der Aktion Wunschbaum beschenkt wurden, werden durch verschiedene Maßnahmen unseres Kinder- und Jugendhilfe-Verbundes betreut", erklärt Hilde Benninghof-Giese. Verschiedene Maßnahmen – für unterschiedliche Probleme. So steht die Tür der Beratungsstelle für Kinder, Eltern und Jugendliche im Rathaus für alle Fragen rund um das familiäre Gefüge und die Erziehung offen: Welche Möglichkeiten habe ich mich bei der Erziehung unterstützen zu lassen? Entwickelt sich mein Kind ganz normal? "Ob Banker oder Hartz IV-Bezieher, bei uns hat jeder ein Recht auf Beratung", betont Fachbereichsleiter Ralf Knaack-Thomsen.
Wenn die Probleme jedoch tiefer liegen und Familien ganz praktisch Hilfe bei der Bewältigung ihres Lebens und dem Großziehen ihrer Kinder brauchen, gibt es die Möglichkeit der flexiblen Erziehungshilfe. "Hier ist der Name auch Programm: Ganz flexibel krempeln wir die Ärmel hoch und stehen den Familien in den unterschiedlichsten Lagen beiseite.", so der Sozialpädagoge. Die Kinder der Aktion Wunschbaum stammen aus diesen Hilfeprogrammen der Diakonie.
Geschenk bedeutet Wertschätzung
Denn, so Hilde Benninghof-Giese, bedeutet das Geschenk an Weihnachten viel mehr als bloß ein neues Spielzeug: "Ein Mensch, der beschenkt wird, fühlt sich wertgeschätzt. Und wer anderen nicht egal ist, bei dem ist es dann auch nicht egal, wie er sich verhält." So war die Aktion "Wunschbaum" auch 2011 wieder eine gelungene Aktion.
Doch Hilde Benninghof-Giese hat auch abseits des Baumes noch einen Wunsch: "Wir sind sehr dankbar für die große Hilfe zu Weihnachten. Aber ein paar Bürger mehr, die Lust haben sich über das ganze Jahr für diese Kinder zu engagieren - das wäre genial."
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