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Wülfrath: Kleine Schwimmer am Start

VON DOMINIQUE SCHROLLER - zuletzt aktualisiert: 17.10.2011

Wülfrath (RP). Die Trainerinnen vom Turnerbund Wülfrath laden alle paar Monate Grundschüler zum Vorschwimmen ein. So wollen sie Nachwuchs für die Wettkampfmannschaften finden. Diesmal haben sie schon einige Talente im Blick.

Marie Laflör testet beim Vorschwimmen des TB Wülfrath die Fähigkeiten der Nachwuchsschwimmer. Foto: Dietrich Janicki

Fröhliches Kinderlachen hallt durch die Wülfrather Wasser Welt. "Hey, guckt mal!", ruft Samuel. Der Rest geht im Platschen des Wassers unter, als der Neunjährige sich nach hinten fallen lässt. Die anderen kichern und glucksen und spritzen sich gegenseitig nass. "Kommt ihr mal bitte alle her!", ruft Marie Laflör den Kindern zu. Die Fünf paddeln zum Beckenrand und blicken die Trainerin vom Turnerbund Wülfrath erwartungsvoll an. Die junge Übungsleiterin verteilt Schaumstoffbretter an die drei Jungs und die beiden Mädchen. "Legt euch mit dem Oberkörper da drauf und paddelt dann mit den Beinen", sagt erklärt Marie Laflör die Übung und demonstriert die Auf-und-Ab-Bewegung mit ihren Armen.

Info

Nachwuchs gesucht

In der Schwimmabteilung des TBW trainieren derzeit 80 bis 100 Kinder und Jugendliche in vier verschiedenen Mannschaften.

Der Verein sucht immer Kinder ab sechs Jahren, die Spaß an diesem Sport haben.

Kontakt: vollmer@tbw-schwimmen.de oder 02058 910158 oder www.tbw-schwimmen.de

Voller Energie legen die Kinder los. Unter ihrem Beinschlag spritzt das Wasser in steilen Fontänen nach oben und bildet einen schäumenden Strudel. Samuel schwimmt vorne weg, die anderen folgen ihm die 25 Meter lange Bahn bis zum anderen Ende des Beckens.

Nicht alle Vorschwimmer bleiben

"Die schwimmen schon alle ganz gut. Im Prinzip können wir sie alle nehmen", sagt Marie Laflör zu ihrer Trainerkollegin Christine Vollmer. Die nickt zufrieden. Sie weiß aus Erfahrung, dass nicht alle, die zum Vorschwimmen des Vereins kommen, hinterher auch dabei bleiben. "Einige können montags nicht, andere merken nach zwei Trainingseinheiten, dass es doch nicht das Richtige für sie ist. Doch wenn wie die Hälfte langfristig für uns gewinnen, wäre das schon ein Erfolg", sagt die 33-Jährige.

Sie lädt alle paar Monate Grundschüler zum Vorschwimmen ein, um Nachwuchs für die Wettkampfmannschaften zu finden. Tropfend stehen die Kinder vor dem Startblock unter dem großen Sprungturm. "Springt einfach mal gerade ins Wasser", fordert Marie Laflör die Gruppe auf. Einer nach dem anderen klettert auf das Edelstahlpodest und hüpft von dort aus kerzengerade ins Wasser. Samuel gibt sich richtig Mühe, seinen Körper auch in der Luft gestreckt zu halten. Als er ins Wasser eintaucht, spritzt es kaum, doch ein Meer von Blasen steigt von unten auf und lässt die Oberfläche schäumen. Mia eifert ihrem älteren Bruder nach. Die Sechsjährige springt, ihr blonder Zopf wirbelt durch die Luft und verschwindet mit ihr im Wasser. Als sie prustend auftaucht, kleben die Haare am Kopf. Mia wischt sie mit der Hand aus der Stirn. Sie will unbedingt im Verein mitmachen. "Weil Schwimmen toll ist", betont die Grundschülerin.

Ihr Seepferdchen hat sie schon und damit die erste Voraussetzung erfüllt. "Sie wird bei uns in der Anfängergruppe mitmachen, die montags von 17 bis 17.45 Uhr trainiert", sagt Marie Laflör. An die Kinder gewandt verkündet sie die letzte Übung: "Ihr nehmt noch mal das Brett, legt es auf den Bauch und schwimmt mal rückwärts. So wie der Samuel", sagt sie und deutet auf den Jungen. Die anderen machen es im nach und bringen mit ihren Füßen die Wasseroberfläche zum Schäumen.

Quelle: RP

 
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