Erkrath: Konsularisches Korps macht Station in Erkrath
zuletzt aktualisiert: 08.07.2011Erkrath (RP). Mitglieder des Konsularischen Korps in NRW sowie zahlreiche Wirtschaftsfachleute aus 16 verschiedenen Staaten besuchten gestern auf Initiative der IHK Düsseldorf und des Kreises Mettmann Unternehmen im Kreis Mettmann. Ihre erste Station machte die Gruppe in der Brügger Mühle, wo Inhaber Hasso von Blücher und Erkraths Bürgermeister Arno Werner die Gäste begrüßten. Während Werner ihren Blick vor allem auf das Neandertal als Aushängeschild der Region lenkte, gab von Blücher einen Einblick in die Geschichte der Brügger Mühle und die dort ansässigen Firmen, stellte vor allem aber die Produkte seines Unternehmens und seine Firmenphilosophie vor. Danach ist die Brügger Mühle nicht nur Arbeitsort, sondern bietet auch bereiten Raum für Kunst und Kultur.
Immerhin reicht die Geschichte des Standortes bis in das Jahr 1350 zurück, schon damals habe sich auf dem Gelände eine Mühle befunden, insgesamt gab es entlang der Düssel sogar 22 Mühlen. 15 davon könne man heute noch problemlos für die Stromerzeugung reaktivieren, leider werde dies aber nicht weiter verfolgt, klagte er. Und er machte die Gäste mit den Produkten aus seinem Hause bekannt, den Schutzanzügen, die sowohl für den militärischen Bereich als auch im Katastrophenschutz zum Einsatz kommen. Nicht ohne Stolz verwies er darauf, dass es in Deutschland nur 1400 Unternehmen gibt, die in ihrem Metier Weltmarktführer sind, "wir sind einer davon". Besonders stolz sei er darauf, dass die Blücher GmbH das einzige deutsche Unternehmen ist, dass sich seit mehr 20 Jahren dauerhaft mit seiner Schutzkleidung auf dem amerikanischen Markt behaupten könne.
Auch auf eine kurze virtuelle Reise zum Pose-Marré-Gelände, wo auf einer Industriebrache ein neues Quartier mit modernen Wohnungen entsteht, nahm Hasso von Blücher die Besucher in seinen Ausführungen mit. Landrat Thomas Hendele bedankte sich für die Gastfreundschaft und verwies darauf, dass an der Erkrather Exportquote, die bei 46 Prozent liegt, Blücher einen hohen Anteil habe.
Im Anschluss an den Besuch in der Brügger Mühle besichtigte die Gruppe noch die Amada GmbH in Haan, bevor es zurück nach Erkrath ging, wo noch kurz das Stellarium besucht wurde, bevor in Hopmanns Olive bei einem Zusammensein mit ortsansässigen Unternehmern die Tour ins Neanderland ausklang.
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