Wülfrath: Kranke Kinder erfreuen
VON R. MAIROSE-GUNDERMANN - zuletzt aktualisiert: 07.02.2009Düsseldorf (RPO). Der Wunschzettel-Verein erhält 5080 Euro von Vodafone aus dem Handy-Recycling.
Seit 2002 hat der Mobilfunkanbieter 54 000 Euro überwiesen. Viele Wünsche wurden schon erfüllt."Die Spende kommt wie ein warmer Regen. Ohne Vodafone wäre die Wunscherfüllung viel schwieriger", sagte Waltraud Triffterer. Strahlend nahm die Vorsitzende des Wülfrather Vereins "Wunschzettel" gestern von Vodafone-Pressesprecherin Dr. Sabine Goossens eine Spende von 5080 Euro entgegen. Der Erlös resultiert aus der Handyrecycling-Aktion, die der Mobilfunkanbieter vor sechs Jahren bundesweit ins Leben rief. "Zur Unterstützung des ‚Wunschzettels' kamen in den letzten Jahren bis heute allein über 54 000 Euro zusammen", stellte Dr. Goossens fest.
Vor 16 Jahren gegründet
Der Verein – vor 16 Jahren von Buddy Brass gegründet – erfüllt Wünsche von schwer erkrankten oder behinderten Kindern und jungen Erwachsenen aus dem Kreis Mettmann, der Region Bergisches Land, aus Düsseldorf, dem Niederrhein, Ruhrgebiet und Rheinland. Anna-Lena machte auf diese Weise den ersehnten Besuch auf Schalke und ließ sich mit Kevin Kuranyi fotografieren. Marvin ritt im Wuppertaler Zoo auf einem Elefanten. Schriftstellerin Cornelia Funke verschob ihre Lesung in der Lichtburg, Essen, um eine Viertelstunde für Katharina dazu sein.
Erlös geht in die Region
Spezielle Umschläge für ausgediente Handys liegen in jedem Vodafone-Shop bereit.
Außerdem können die Umschläge kostenfrei unter % 0800/ 1721212 angefordert werden.
Der Umschlag mit Handy kann entweder im Shop abgegeben oder in den nächsten Briefkasten geworfen werden.
Eigene Postleitzahl darauf vermerken, damit das Handy zugeordnet werden kann und der Erlös dem Verein oder der Einrichtung in der Region zugute kommt.
Dietmar traf auf "Campino". Dustins Wunsch wurde wahr, Disneyland Paris kennen zu lernen. "Es ist nicht immer leicht an die gewünschten Leute heranzukommen", berichtete Waltraud Triffterer. Sie braucht einen langen Atem und, was sie gern möglichst oft hätte, Hilfe bei der Vermittlung von Kontakten. Seit zwei Jahren bemüht sie sich für ein krankes Kind an Verantwortliche der Kultserie, "GZSZ", zu kommen. Aus dem Umfeld von Udo Lindenberg kam zudem nach anfänglicher Zu- jetzt eine Absage. "Gelegentlich geht es aber auch sehr schnell", erzählte sie von dem Wunsch einer Sechsjährigen, mit einer Prinzessin zu reiten. Beim Karnevalsschwimmen in Velbert lief der Vorsitzenden zufällig das Prinzenpaar über den Weg und erklärte sich zur Wunscherfüllung nach der Session bereit.
Die Umsetzung der Wünsche, einschließlich Transporte, eventuell sogar mit Rollstuhl im Flieger, ist für die Vereinsaktiven eine logistische Herausforderung. Bei weiter entfernten Orten sind immer zwei Vertreter des Wunschzettels dabei. "Die Erfüllung der Wünsche darf Eltern und Kinder natürlich keinen Euro kosten", sagte Triffterer. Der Verein trägt aus Spendengeldern Kosten, für Fahrten, Flüge, Reisen, Unterkunft, Verpflegung.
"Vorbildliche Arbeit"
"Die vorbildliche Arbeit des Wunschzettel e.V. unterstützen wir aus Überzeugung von Beginn an sehr gern", sagte Dr. Goossens. Pro abgegebenes Handy spendet Vodafone 3,50 Euro an ausgewählte gemeinnützige Einrichtungen. "Mit der Recyclingaktion von alten und defekten Handys leisten wir einen wertvollen Beitrag für Umwelt und Gesellschaft."
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