Mettmann: Krick löst Haase ab
VON JÜRGEN FISCHER - zuletzt aktualisiert: 20.12.2008Düsseldorf (RPO). Der SPD-Kandidat für die Landratswahl 2009, Manfred Krick, wurde als Nachfolger der Stellvertretenden Landrätin Ulrike Haase gewählt. Der Kreis investiert 2009 in Bildung und Verkehrsinfrastruktur.
In Schulen und Verkehrsprojekte investiert der Kreis Mettmann nächstes Jahr 13,3 Millionen Euro. Dies ist im Haushaltsplan vorgesehen, den der Kreistag mit Mehrheit auf der letzten Sitzung vor Weihnachten im Mettmanner Kreishaus verabschiedete.
Zu den Schulprojekten zählen der Neubau einer Dreifachsporthalle am Mettmanner Berufskolleg Neandertal. Hier werden 5,1 Millionen Euro investiert. Die Halle soll 2009 fertig werden.
In Ratingen wird die PCB-Sanierung der Helen-Keller-Schule zu Ende geführt. Die Erweiterung der Virneburg, Förderschule für geistig Behinderte in Langenfeld, wird ebenfalls fertig. Die Paul-Maar-Förderschule in Hilden wird auf dem Gelände der Graf-Recke-Stiftung erweitert. Das Ratinger Adam-Josef-Cüppers Berufskolleg erhält zwei neue Lehrküchen.
Kreisumlage
291 Millionen Euro zahlen die Städte 2009 an den Kreis, 16 Millionen mehr als 2008.
Im Einzelnen: Erkrath 21 Millionen, Haan 22,7, Heiligenhaus 13,3, Hilden 34, Langenfeld 37, Mettmann 17,2, Monheim 20, Ratingen 75,5, Velbert 41 und Wülfrath 9,6.
Vom Land erhalten nur Erkrath (0,3), Mettmann (1,3), Monheim (0,4) un Velbert (13,5) Hilfe.
Mettmanner Ostumgehung
Zu den Verkehrsprojekten zählt der Baubeginn der Mettmanner Umgehungsstraße Osttangente. Die Gruitener Ortsumgehung K 20n soll im 3. Quartal fertig werden, die Brücke der K 16 Dieker Straße in Haan wird erneuert. In Langenfeld wird das Straßenverkehrsamt bis April ausgebaut und renoviert. Schließlich wird der Radweg auf der Trasse der Niederbergbahn von Heiligenhaus über Velbert bis Wülfrath begonnen.
Für all diese Vorhaben nimmt der Kreis keine neuen Schulden auf, betont Landrat Thomas Hendele. Finanziert werden die Projekte zu 70 Prozent aus der Kreisumlage, knapp 30 Prozent stammen aus anderen Einnahmen des Kreises. Teilweise werden die Projekte mit Landesmitteln gefördert.
Der Kreis erhält über die Kreisumlage von den Städten 16,3 Millionen Euro mehr als 2008. Davon reicht er 9,8 Millionen Euro an den Landschaftsverband Rheinland weiter. Die Mehreinnahmen liegen an den guten Steuereinnahmen der Städte von Mitte 2007 bis Mitte 2008. Die Finanz- und Wirtschaftskrise wird sich 2009 beim Kreis daher noch nicht bemerkbar machen. Sie kommt zuerst bei den Städten an, die Steuerausfälle zu spüren bekommen. Auch für 2010 ist Landrat Hendele noch leicht optimistisch, denn nicht alle Bürgermeister im Kreis bekommen die Auswirkungen der Krise schon jetzt zu spüren. Über den Hilferuf der Bürgermeister aus dem Nordkreis soll im zweiten Quartal verhandelt werden.
Schwer zu sagen sei, ob steigende Soziallasten die Kasse des Kreises belasten. Da Arbeitslose zunächst Arbeitslosengeld I beziehen, verschiebt sich das Problem.
Da selbst das arme Wülfrath keine Schlüsselzuweisungen vom Land mehr bekommt, sei eine Neuordnung des kommunalen Finanzausgleichs dringend notwendig, so Hendele.
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