Mettmann: Kunst im Garten
VON ALEXANDRA PRZYBYL - zuletzt aktualisiert: 09.05.2007Düsseldorf (RPO). Günther Buhl hatte zum Künstler-Frühschoppen und zur Ausstellung in sein Haus an der Neißestraße eingeladen.
Lehrer hatte nach einer Krankheit vor 20 Jahren zunächst Kurse bei der Volkshochschule besucht.Ein Haus voller Bilder. Diesen Eindruck hatte der Besucher der Bilderausstellung des Künstlers Günther Buhl, der seine Werke dem kunstliebenden Publikum in seinen eigenen vier Wänden präsentierte. Auf allen Etagen des Hauses waren über 100 Bilder verteilt. Sogar im kleinen, romantischen Garten, zwischen Blumen und plätscherndem Wasser, hatte Buhl die Bilder aufgestellt, als wären sie selbst ein Teil des Gartens. „Meine Bilder sind bevorzugt Landschaftsbilder, die die Ruhe und Schönheit der Natur widerspiegeln. Ich male aber auch abstrakte Sachen, erzählende Bilder, Architektur und Akte“, sagte Günther Buhl, der zusammen mit seiner Frau Ursel Backhaus-Buhl die Gäste begrüßte.
Ausstellungen
1997 Cézannerie im Haus
1998 Ausstellung in Haan.
2000 Teilnahme am offenen Atelier in Wülfrath.
2002 Kölndata in Wuppertal.
2003 Haus am Quall.
2005 Forum Rex, Kunstmeile Mettmann.
2006 Standesamt Wülfrath.
Schlaganfall vor 20 Jahren
Günther Buhls Malkarriere begann mit einem Schicksalsschlag. Der Realschullehrer bekam vor 20 Jahren einen Schlaganfall, der das Sprachzentrum beeinträchtigte. „Die Sprache war auf einmal weg. Das war der Ausgangspunkt meiner Künstlerlaufbahn.“ Die vorzeitige Pensionierung bot dem heute 75-jährigen die Gelegenheit, sich mehr mit der Malerei zu beschäftigen. Er belegte Aquarellkurse in der Volkshochschule Mettmann und Malkurse – vor allem in Öl – in der Hubbelrather Malschule. „Die Ölmalerei war etwas, was mich besonders reizte. Vor allem das langsame Herantasten an die Bilder.“ Privatstunden bei Detlev Foth, ein Maler- und Meisterschüler der Düsseldorfer Kunstakademie, gaben dem ambitionierten Hobby-Künstler Buhl noch mehr Einblicke in die Kunst der Malerei.
Jedes Jahr präsentiert der Mettmanner Künstler, der in Hohendolsleben in der Altmark geboren wurde, dem Publikum seine Werke. „In meinem eigenen Haus ist das nun die dritte Ausstellung. Im Jahr mache ich etwa zwei bis drei Ausstellungen im Kreis Mettmann und auch in Wuppertal.“ In der Kreisstadt waren seine Bilder unter anderem auf der Kunstmeile Mettmann, im Treff Hansa Hotel, in der Neandertalhalle und im Rathaus zu sehen.
Die Malerei durchzieht Günther Buhls Leben nun schon 20 Jahre und hat ihm nach seinem Schlaganfall eine neue Perspektive eröffnet. „Es ist ein wunderschönes Hobby und ich hänge sehr daran“, so Buhl, dem man die Liebe zur Malerei hundertprozentig abkauft.
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