Mettmann: Löcher sind normal
VON JÜRGEN FISCHER - zuletzt aktualisiert: 17.02.2011Düsseldorf (RPO). Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) bezeichnet die Bodenabsackungen im Umfeld der CO-Pipline als ein bekanntes Phänomen. Bayer will die Vorgänge im Boden an einer Stelle exemplarisch untersuchen.
Die Bodenabsackungen im Umfeld der CO-Pipeline von Dormagen nach Uerdingen seien im Grundsatz bekannte Phänomene. So lautete die Stellungnahme, die NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) gestern nachmittag vor dem Umweltausschuss des Landtages in Düsseldorf abgab. Der Ausschuss befasste sich mit dem Thema CO-Pipeline auf eine Anfrage der Grünen hin, die Auskunft zu den Absackungen forderten. Mitglieder der Bürgerinitiativen hatten die Veränderungen im vergangenen Jahr beobachtet und öffentlich gemacht.
Die Sitzung gestern fand unter starker Anteilnahme von Bürgern statt. Remmel berichtete über seinen derzeitigen Wissensstand und kündigte an, dass der Bauherr Bayer Material Science an einer Stelle die Bodensackungen "exemplarisch" untersuchen werde. Dies habe das Unternehmen zugesagt. Bei dieser Untersuchung sollen die Ursachen der Absackungen und die möglichen Auswirkungen auf die CO-Pipeline untersucht werden. Diese Untersuchung soll beginnen, sobald die Wetterlage dies zulasse und von Sachverständigen begleitet werden.
Ausspülungen
Bodenabsackungen im Umfeld der CO-Pipeline sind der Bezirksregierung seit März 2010 bekannt.
Ursache seien lokal eng begrenzte Ausspülungen.
In Erkrath sei nicht die Trasse der CO-Pipeline betroffen, sondern die Erdgasleitung der WINGAS.
Bayer wurde am 21. Januar aufgefordert, für umfassende Aufklärung zu sorgen.
Erkrath: CO-Trasse nicht betroffen
Umweltminister Remmel hob im Ausschuss hervor, dass in Erkrath nicht die Trasse der CO-Pipeline betroffen sei, sondern die "benachbart" verlegte und bereits seit langem betriebene Erdgas-Hochdruckleitung der Firma WINGAS. Absackungen im Umfeld der CO-Pipeline seien der Bezirksregierung allerdings seit März 2010 bekannt. Betroffen seien überwiegend der Rohrgraben der WINGAS-Leitung und andere Rohrfernleitungen parallel zur Autobahn 3 .
Der Minister äußerte Vermutungen, wie es zu den Bodensackungen auf landwirtschaftlichen Flächen und vorzugsweise in Hanglagen gekommen sein könnte. Er berief sich dabei auf Auskünfte der Firma WINGAS. Danach sei Ursache der beim Leitungsbau ausgehobene und anschließend wieder verfüllte Boden, der sich nur schlecht verdichten lasse. Die Bezirksregierung werden noch untersuchen, ob es sich um ein generelles Problem handle oder ob es speziell in Zusammenhang stehe mit dem Bau der CO-Pipeline.
Die Ausbesserung dieser Bodenabsackungen erfolge durch erneutes Aufgraben und einen schichtweisen Wiedereinbau, bei dem das Material verdichtet werde. In einigen Bereichen würden quer zum Rohrgraben Tonriegel eingebaut, um die Erosion zu bremsen. Laut BMS, so Remmel, würden solche "lokalen Störungen des Bodenaufbaus" die Standsicherheit der Rohrleitung nicht gefährden.
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